Merz-Äußerung über Brasilien sorgt für Kritik aus SPD

19. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politische Spannungen zwischen Deutschland und Brasilien

() – Aus der SPD kommt scharfe Kritik an Äußerungen von Friedrich Merz (CDU) über . „Die unbedachte Äußerung des Bundeskanzlers hat in Brasilien erhebliche Empörung ausgelöst“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori dem „Spiegel“. Die Äußerung bediene das Vorurteil vom „arroganten Deutschen“ und falle in eine Phase, in der der „Westen“, insbesondere durch das Auftreten von US-Präsident Donald Trump, „in Südamerika als aggressiv und imperialistisch wahrgenommen wird“.

Merz hatte bei einem Handelskongress in Berlin erzählt, er habe auf seiner Reise zur Weltklimakonferenz in Belém Journalisten gefragt, wer gern in Brasilien bleiben würde. Keiner habe die Hand gehoben. „Die waren alle froh, dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren, wieder nach zurückgekehrt sind“, sagte Merz.

Cademartori, die ihre Kindheit in verbracht hat, mahnte, „gerade jetzt wäre eine europäische Charmeoffensive erforderlich, die echte Partnerschaft auf Augenhöhe signalisiert, etwa durch Fortschritte beim Mercosur-Freihandelsabkommen“. Der Kanzler solle „daher die nächstmögliche Gelegenheit nutzen, um den negativen Eindruck, den seine Worte hinterlassen haben, zu korrigieren“, so die SPD-Abgeordnete. „Ein erster Schritt wäre ein substanzieller deutscher Beitrag zum Amazonas-Fonds sowie zu den vereinbarten Ergebnissen des Klimaschutzes auf der COP.“

Siehe auch:  Merz räumt zu große Versprechungen ein
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 18.11.2025

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  • SPD kritisiert Äußerungen von Friedrich Merz über Brasilien
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