Banken verschärfen Kurs gegen digitalen Euro

19. November 2025

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Spannungen zwischen Banken und EZB

() – Die deutschen Geldhäuser verschärfen im Streit mit der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Einführung einer neuen Digitalwährung den Ton. „Der digitale Euro ist ein politisch aufgeladenes Großprojekt mit vielen Versprechen, aber bislang ohne überzeugende Wirkung“, sagte Sparkassen-Präsident Ulrich Reuter dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe). „Was wir aktuell sehen, ist ein bürokratisch überfrachtetes Vorhaben mit unklarer Funktion und enormen Kostenrisiken.“

Die Menschen erwarteten einfache, sichere und sinnvolle Lösungen und keine digitalpolitischen Prestigeprojekte, deren Nutzen sich selbst Fachleuten nur schwer erschließe, so Reuter. „So kann Europa seine digitale Souveränität nicht stärken.“ Tanja Müller-Ziegler, Vorständin beim Genossenschaftsverband BVR, warnte vor den hohen Kosten bei einer Einführung. „Das könnte EZB-Gewinnausschüttungen an nationale Haushalte über die Bundesbank weiter verzögern – und damit indirekt auf Kosten des Steuerzahlers gehen“, sagte sie dem „Handelsblatt“.

Die Aussagen von Müller-Ziegler und Reuter machen deutlich, dass der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen den Geldhäusern und der EZB hitziger wird. Die Notenbank treibt die Arbeiten an einer Digitalwährung für Privatkunden voran und strebt eine Einführung 2029 an. Die Politik muss sich dafür auf EU-Ebene allerdings noch auf einen Rechtsrahmen verständigen. Die Banken wollen, dass die Politik der EZB dabei zumindest enge Grenzen setzt.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Euromünze (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Deutsche Geldhäuser kritisieren den digitalen Euro als bürokratisches Vorhaben mit unklarer Funktion.
  • Warnung vor hohen Kosten, die die EZB-Gewinnausschüttungen verzögern könnten.
  • EZB plant Einführung der Digitalwährung für Privatkunden bis 2029, braucht jedoch noch politischen Rechtsrahmen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: deutsche Geldhäuser, Europäische Zentralbank (EZB), Steuerzahler
  • Zielgruppen: Banken, Politik, Allgemeinbevölkerung
  • Zeitraum: Einführung einer Digitalwährung für Privatkunden bis 2029

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Streit zwischen deutschen Geldhäusern und EZB über digitalen Euro
  • Sorgen um bürokratische Überfrachtung und unklare Funktionalität
  • Hohe Kostenrisiken und Auswirkungen auf nationale Haushalte und Steuerzahler

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Banken äußern Bedenken über Kosten und Nutzen des digitalen Euro.
  • Forderung nach klaren rechtlichen Rahmenbedingungen von der Politik auf EU-Ebene.
  • Banken möchten, dass die Politik der EZB enge Grenzen setzt.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH