Eckpunkte für Gebäudetyp E vorgestellt

20. November 2025

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft Neues Bauen in Deutschland

() – Der Gebäudetyp E soll das Bauen in einfacher, günstiger und schneller machen. Das Bundesjustiz- und das Bundesbauministerium stellten am Donnerstag entsprechende Eckpunkte vor.

Beim Gebäudetyp E wird auf zahlreiche Baustandards verzichtet, die gesetzlich „nicht zwingend“ sind. Dadurch reduzieren sich die Baukosten. Zukünftig soll es nach den Plänen der Ministerien für Vertragsparteien einfach und rechtssicher möglich sein, einen Gebäudetyp E zu vereinbaren. Zugleich soll der Gebäudetyp E in der Praxis etabliert werden.

„Der Gebäudetyp E ist ein bisschen wie Baupreisbremse und Bauturbo in einem“, sagte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD). Bislang werde in Deutschland fast immer nach dem Goldstandard gebaut. „Dabei geht gutes und sicheres Wohnen oft auch günstiger. Nicht jeder braucht die fünfte Steckdose im Wohnzimmer.“ Auch auf den Handtuchheizkörper im Bad lege nicht jeder Wert, wenn es ohnehin eine Fußbodenheizung gebe. „Mit dem Gebäudetyp-E-Vertrag wollen wir einen praktikablen Weg eröffnen, auf hohe Baustandards zu verzichten – wenn alle Vertragsparteien das wollen.“

Bauministerin Verena Hubertz (SPD) ergänzte, dass man mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen wolle. „Dazu müssen wir anders bauen und das ist der Gebäudetyp E.“ Die Pilotprojekte zeigten es längst: „Fensterlüftung statt komplizierter Anlagen, weniger massive Wände, serielle Bauweise mit schlanken Konstruktionen.“ Auf Standards, die nicht unbedingt notwendig seien, könne verzichtet werden, um allen Beteiligten das Planen und Bauen zu erleichtern.

Siehe auch:  Bauindustrie rechnet mit steigenden Baukosten
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gerüstbau für Wärmedämmung (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Gebäudetyp E soll Bauen einfacher, günstiger und schneller machen.
  • Verzicht auf nicht zwingende Baustandards zur Reduzierung der Baukosten.
  • Ziel ist die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum durch innovative Bauweisen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Bauherren, Vertragsparteien, Wohnraumsuchende
  • Zielregion: Deutschland
  • Ziel: Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum durch reduzierte Baustandards

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Vereinfachung des Bauprozesses durch Verzicht auf nicht zwingende Baustandards
  • Reduzierung der Baukosten und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
  • Praktische Umsetzung des Gebäudetyp E für mehr Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in Bauverträgen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung des Gebäudetyp E zur Reduzierung von Baukosten durch Verzicht auf nicht zwingende Baustandards
  • Erleichterung bei der Vereinbarung von Gebäudetyp E zwischen Vertragsparteien
  • Förderung von Pilotprojekten zur praktischen Umsetzung und Etablierung des Gebäudetyp E
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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