Sicherheitsgarantien: Ukraine pocht auf EU-Mitgliedschaft

24. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Ukraine: Außenpolitik und Sicherheitsfragen in Europa

Kiew () – Am vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die hat Außenminister Andrij Sybiha deutliche Kritik am westlichen Umgang mit Russland geäußert und eine Aufnahme seines Landes in die EU gefordert.

„Die Mitgliedschaft in der EU ist für die Ukraine ein wichtiger Teil der künftigen Sicherheitsgarantien“, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Europa sollte in seiner neuen Sicherheitsstrategie die Ukraine „als einen wichtigen Partner einbeziehen“. Sein Land verfüge über die Kampferfahrung, die den europäischen Armeen fehle. „Die Ukraine verschafft den Europäern Zeit, sich besser auf die russische Bedrohung vorzubereiten“, so Sybiha weiter.

Für die Ukraine sei es „extrem wichtig“, weiterhin Hilfe von den europäischen Partnern zu erhalten. Doch die finanzielle und militärische Unterstützung sei kein „wohltätiger Akt“, sondern nutze auch den Gebern. „Ich wünsche niemandem die Erfahrung, die unsere Soldaten an der Front machen. Aber dieses Wissen und diese Erfahrung sind zu einem Vorteil der Ukraine und ganz Europas geworden“, sagte der Politiker.

Der Krieg habe die Rolle der Ukrainer innerhalb Europas verändert, so der Außenminister weiter. „Er hat unser Selbstvertrauen und unser Selbstbewusstsein gestärkt.“

Sybiha kritisierte die Debatten und Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine. „Warum sprechen wir immer über Zugeständnisse der Ukraine, aber nie über Zugeständnisse Russlands?“, sagte der Außenminister. Sein Land habe bereits viele Vorschläge für eine Waffenruhe eingebracht – etwa eine entmilitarisierte Freihandelszone im Donbass. „Ich wundere mich, dass niemand die Russen auf deren Seite der Kontaktlinie zu ähnlichen Schritten zwingt.“

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Andrij Sybiha ist seit September 2024 Außenminister der Ukraine. Er ist Mitglied der Partei des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, „Diener des Volkes“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Pro-Ukraine-Demo (Archiv)

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