Gesundheitsministerin weist Ärzte-Kritik an Apothekenreform zurück

26. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Apothekenreform in Berlin: Gesundheitspolitik im Fokus

() – Kurz vor der ersten Bundestagsdebatte zur Apothekenreform hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die Kritik von Ärzteverbänden zurückgewiesen.

Nicht die Politik oder die Apotheken allein würden entscheiden, bei welchen Erkrankungen sie Medikamente ohne ärztliche Verschreibung ausgeben dürften, sagte sie den Sendern RTL und ntv. Es werde ein Gremium zwischen Ärzten und Apothekern geben, das Richtlinien festlegt, so Warken. „Man sollte da auch etwas unaufgeregter diskutieren innerhalb der Berufsgruppen und sich eher als Team verstehen.“

Die Regelung zu rezeptfreien Medikamenten werde im Gesetz bleiben, versprach die Ministerin. Die Ärzteschaft hatte moniert, dass Apotheken fachlich nicht in der Lage seien, Erkrankungen einzustufen und Medikamente dann rezeptfrei auszugeben, so wie im Gesetz vorgesehen.

Warken versprach, die Bürger würden noch in diesem Jahr erste Ergebnisse der Reform sehen. Sie bekämen dann bei unkomplizierten akuten Erkrankungen Arzneimittel ohne Rezept. Zudem könnten sie sich in der Apotheke zum Beispiel gegen FSME oder Tetanus impfen lassen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Apotheke (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Ärzte und Apotheker sollen gemeinsam Richtlinien für die Abgabe rezeptfreier Medikamente festlegen.
  • Die Regelung zu rezeptfreien Medikamenten bleibt im Gesetz.
  • Bürger können noch in diesem Jahr ohne Rezept Arzneimittel bei unkomplizierten akuten Erkrankungen erhalten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Ärzteverbände und Apotheker
  • Regelung zu rezeptfreien Medikamenten bleibt im Gesetz
  • Bürger sollen noch 2023 erste Ergebnisse der Reform sehen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik von Ärzteverbänden an der Kompetenz der Apotheken bei der Ausstellung rezeptfreier Medikamente
  • Einrichtung eines Gremiums zur Festlegung von Richtlinien zwischen Ärzten und Apothekern
  • Ankündigung von Reformmaßnahmen, die den Zugang zu rezeptfreien Arzneimitteln erleichtern sollen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ein Gremium zwischen Ärzten und Apothekern wird eingerichtet, um Richtlinien festzulegen.
  • Rezeptfreie Medikamente bleiben im Gesetz.
  • Bürger sollen noch in diesem Jahr Arzneimittel ohne Rezept bei unkomplizierten Erkrankungen erhalten.

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