Studie: Hormus-Blockade trifft EU-Importe direkt und indirekt

5. März 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Auswirkungen der Hormus-Blockade in Europa

() – Eine Blockade des Schiffsverkehrs wirkt neben den ausbleibenden Lieferungen von Öl, Gas und anderen Grundstoffen indirekt über die weltweiten Lieferketten auf die Handelsströme der EU. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse des Ifo-Instituts und von Econpol Europe.

„Die Importe aus dem und den angrenzenden Staaten, die über die Straße von Hormus nach Europa geliefert werden, machen einen vergleichsweise geringen Teil aller Importe aus“, sagte Lisandra Flach, Leiterin des Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft. Anders sehe es aus, wenn man nur die Öl- und Gaslieferungen betrachte. „Risiken bergen überdies indirekte Effekte über globale Lieferketten.“

Nach den Berechnungen der Außenhandelsexperten liegt der Anteil der Importe aus Iran und den Nachbarstaaten, der über die Straße von Hormus in die EU geliefert wird, bei rund zwei Prozent der gesamten Extra-EU-Importe. Bei Rohöl- und Flüssiggas sind die Anteile mit 6,2 bzw. 8,7 Prozent dagegen deutlich höher. Neben diesen möglichen Lieferengpässen bei einer Blockade sieht Flach indirekte Risken: „Eine Blockade der Straße von Hormus könnte die Ölexporte der westlich der Meerenge gelegenen Golfstaaten stark einschränken. Auch wenn die direkten Auswirkungen für Europa nicht erheblich sind, stellen die indirekten Effekte durch steigende Ölpreise und Lieferkettenstörungen ein größeres Risiko für Europa dar.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Importe aus dem Iran und angrenzenden Staaten machen nur rund 2% der gesamten Extra-EU-Importe aus.
  • Der Anteil der Rohöl- und Flüssiggasimporte aus der Region liegt bei 6,2% bzw. 8,7%.
  • Blockade der Straße von Hormus könnte die Ölexporte der Golfstaaten stark einschränken und erhöhen das Risiko durch steigende Ölpreise und Lieferkettenstörungen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: EU-Importeure, insbesondere im Öl- und Gassektor
  • Region: Europa, speziell im Zusammenhang mit der Straße von Hormus
  • Zahlen: 2% der gesamten Extra-EU-Importe, 6,2% bei Rohöl, 8,7% bei Flüssiggas

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Blockade des Schiffsverkehrs beeinträchtigt weltweite Lieferketten der EU
  • Steigende Ölpreise und Lieferkettenstörungen durch mögliche Öl- und Gasengpässe
  • Importe aus Iran und Nachbarstaaten machen nur geringen Teil der gesamten EU-Importe aus, haben aber größere Auswirkungen auf Rohöl und Flüssiggas

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Analyse der Auswirkungen einer Blockade des Schiffsverkehrs auf Lieferketten der EU durchführen
  • Überwachung der Öl- und Gaslieferungen aus dem Iran und angrenzenden Staaten
  • Einschätzung und Mitigation der indirekten Risiken wie steigende Ölpreise und Lieferkettenstörungen

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