Thüringer Landesregierung will Strafbarkeitslücke an Schulen schließen

5. März 2026

Regional - Thüringen - aktuelle Fakten und Einordnung

Thüringen: Bildung und Rechtssicherheit stärken

() – Die Thüringer Landesregierung will eine Gesetzeslücke schließen, die die strafrechtliche Ahndung verfassungswidriger Symbole an Schulen erschwert. Das teilten Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) und Justizministerin Beate Meißner (CDU) am Donnerstag mit.

Sie fordern eine Erweiterung des Paragrafen 86a des Strafgesetzbuches, um Lehrkräften ein wirksames Mittel gegen extremistische Kennzeichen an die Hand zu geben.

Die Zahl entsprechender Vorfälle an Schulen ist in deutlich gestiegen, von 49 Fällen im Jahr 2021 auf 173 im Jahr 2025. „Schule ist kein rechtsfreier Raum“, sagte Meißner.

Bei wiederholten Taten, bei denen der Erziehungsgedanke scheitere, müssten Lehrer durchgreifen können. Voigt betonte, verfassungswidrige Symbole griffen die Demokratie direkt an und hätten an Schulen nichts verloren.

Am Freitag, 6. März, um 10:00 Uhr wollen Voigt, Meißner und der israelische Botschafter Ron Prosor am Rande der Bundesratssitzung in ein gemeinsames Pressestatement zu der Initiative abgeben.

Die Anwesenheit des Botschafters soll unterstreichen, dass der Kampf gegen Antisemitismus mit klaren rechtlichen Grenzen beginnt, insbesondere an Orten der Wertevermittlung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mario Voigt (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Thüringer Landesregierung plant Gesetzesänderung zur Ahndung verfassungswidriger Symbole an Schulen.
  • Anstieg entsprechender Vorfälle an Schulen von 49 im Jahr 2021 auf 173 im Jahr 2025.
  • Pressestatement zur Initiative mit Ministerpräsident Voigt, Justizministerin Meißner und israelischem Botschafter am 6. März.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Thüringer Landesregierung: Mario Voigt und Beate Meißner
  • Zielgruppe: Lehrkräfte und Schüler an Schulen in Thüringen
  • Anstieg der Vorfälle: von 49 Fällen im Jahr 2021 auf 173 im Jahr 2025

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Gesetzeslücke bei der Ahndung von verfassungswidrigen Symbolen an Schulen
  • Anstieg der Vorfälle an Schulen in Thüringen (von 49 auf 173 Fälle zwischen 2021 und 2025)
  • Umgang mit extremistischen Kennzeichen zur Stärkung der Demokratie und Wertevermittlung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Schließen einer Gesetzeslücke zur Ahndung verfassungswidriger Symbole an Schulen
  • Erweiterung des Paragrafen 86a des Strafgesetzbuches gefordert
  • Geplanter Pressestatement mit dem israelischen Botschafter zur Initiative

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