Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen gestiegen
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Gender Pay Gap in Deutschland
Berlin () – Während der sogenannte Gender Pay Gap für Beschäftigte ohne Tarifvertrag in den letzten zehn Jahren größer geworden ist, ist er bei tarifgebundenen Arbeitnehmern gesunken. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Linken-Fraktion hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Samstagausgabe berichtet.
Demnach verdienten Frauen ohne Tarifvertrag im Jahr 2014 pro Stunde durchschnittlich 3,76 Euro weniger als Männer. 2025 lag der Unterschied laut Bundesregierung schon bei 4,03 Euro. Bei Beschäftigten mit Tarifvertrag reduzierte sich das Lohngefälle in derselben Zeit von 4,40 Euro auf 4,03 Euro.
Die Zahlen zeigen, dass Beschäftigte mit Tarifvertrag im Durchschnitt mehr verdienen als Beschäftigte ohne Tarifvertrag. Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Linken-Fraktion, betont die Wirksamkeit von Tarifverträgen: „Die Zahlen der Bundesregierung zeigen noch einmal deutlich, dass Tarifverträge nicht nur generell zu höheren Löhnen führen, sondern dass in tarifgebundenen Betrieben auch die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern deutlich geringer ist“, sagte er. Jede Maßnahme für mehr Tarifbindung sei daher ein wichtiger Beitrag für Gleichstellung und faire Bezahlung von Frauen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vier junge Leute auf einer Treppe (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Gender Pay Gap für Beschäftigte ohne Tarifvertrag hat in den letzten zehn Jahren zugenommen.
- Unterschied im Stundenlohn zwischen Frauen und Männern ohne Tarifvertrag stieg von 3,76 Euro (2014) auf 4,03 Euro (2025).
- Lohngefälle bei tarifgebundenen Beschäftigten verringerte sich von 4,40 Euro (2014) auf 4,03 Euro (2025).
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Beschäftigte ohne Tarifvertrag, Gender Pay Gap, 3,76 Euro (2014) auf 4,03 Euro (2025)
- Beschäftigte mit Tarifvertrag, Lohngefälle von 4,40 Euro (2014) auf 4,03 Euro (2025)
- Zielgruppen: Frauen, Männer, Regionen: tarifgebundene vs. nicht tarifgebundene Betriebe
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Gender Pay Gap ist bei Beschäftigten ohne Tarifvertrag größer geworden.
- Tarifverträge führen zu höheren Löhnen und geringeren Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern.
- Die Bundesregierung bestätigt die Wirksamkeit von Tarifverträgen in Bezug auf die Gleichstellung der Bezahlung.
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Maßnahmen zur Förderung der Tarifbindung sollen verstärkt werden
- Fokus auf Gleichstellung und faire Bezahlung für Frauen
- Tarifverträge sollen als Instrument zur Reduzierung des Gender Pay Gap hervorgehoben werden
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