Tarifstreit mit Piloten: Lufthansa macht Gegenvorschlag

22. November 2025

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft Köln: Lufthansa in Tarifkonflikt

() – Im Tarifstreit mit der Vereinigung Cockpit hat Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter klargestellt, dass er keinen Spielraum für die geforderte Verbesserung bei der betrieblichen Altersvorsorge sieht, zugleich aber einen Kompromiss-Vorschlag eingebracht.

„Wir haben nicht ansatzweise das Geld für eine weitere Verbesserung der ohnehin schon sehr guten betrieblichen Altersvorsorge“, sagte Ritter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Für Anpassungen, die eine Belastung für die Lufthansa bedeuten würden, sei überhaupt kein Spielraum vorhanden. „Das wäre nicht zu verantworten.“

Allerdings würden sich die Crews ohnehin stärker dafür interessieren, wie die Schrumpfung der Kurzstreckenflotte gestoppt werden und wie man Perspektiven schaffen könne. Hier könne sich die Lufthansa „durchaus konkrete Zusagen“ vorstellen, sagte der Chef der deutschen Kernmarke. Voraussetzung dafür: Die Gewerkschaft müsse die tariflichen Themen zur Alters- und Übergangsversorgung vom Tisch nehmen.

An der Situation ändere auch nichts, dass die Lufthansa-Kernmarke derzeit auf einem guten Weg sei, um in diesem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben. „Ob schwarze oder rote Zahlen: Wir sind noch deutlich davon entfernt, die Profitabilität zu erreichen, die notwendig ist, um alle Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen“, sagte Ritter. Mehrere Milliarden Euro seien nötig, um die Flotte zu erneuern, einen dreistelligen Millionenbetrag investiere die Airline zudem in die Renovierung der Lounges in Frankfurt und sowie in die Digitalisierung.

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„Für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze brauchen wir deshalb eine Marge von acht bis zehn Prozent. Eine schwarze Null ist nur ein erster Schritt, reicht aber noch nicht aus“, führte Ritter aus. Schon jetzt habe die Lufthansa eines der besten Versorgungssysteme der Branche und zähle weltweit zu den attraktivsten Arbeitgebern.

Nach wie vor würden die hohen Standortkosten in aber belasten, man müsse produktiver und effizienter werden. Mit dem eingeleiteten Turnaround-Programm zeigte sich Ritter zufrieden: „Der operativ beste Sommer des letzten Jahrzehnts liegt hinter uns – mit einer Regelmäßigkeit von über 99 Prozent und einer zweistellig verbesserten Pünktlichkeit. Die Kundenzufriedenheit hat sich erheblich verbessert, auch die Mitarbeiterzufriedenheit ist stark gestiegen. Die Lufthansa ist wieder auf Kurs.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lufthansa-Flugzeuge (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kein Spielraum für Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge
  • Gewerkschaft muss tarifliche Themen zur Altersversorgung vom Tisch nehmen
  • Lufthansa benötigt eine Marge von acht bis zehn Prozent für nachhaltige Unternehmensentwicklung

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Lufthansa, betroffen in Bezug auf betriebliche Altersvorsorge
  • Crews, betroffen durch interessierte Fragen zur Flotte und Perspektiven
  • Deutschland, Region mit hohen Standortkosten und Effizienzbedarf

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kein Spielraum für Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge
  • Fokus der Crews auf Stopp der Kurzstreckenschrumpfung und Schaffung von Perspektiven
  • Hohe Standortkosten in Deutschland belasten die Wirtschaftlichkeit

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Lufthansa-Chef bringt Kompromiss-Vorschlag im Tarifstreit ein.
  • Keine Spielräume für Verbesserungen bei der Altersvorsorge.
  • Zusagen für die Flotte möglich, wenn tarifliche Themen gelöst werden.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH