Zahl wohnungsloser Minderjähriger steigt auf neuen Höchststand

13. März 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Steigende Obdachlosigkeit unter Jugendlichen in Deutschland

() – Die Zahl der Minderjährigen ohne Wohnung ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Das geht aus Antworten des Bauministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Freitagausgabe berichtet.

Demnach galten zum 31. Januar 2025 bundesweit mehr als 137.000 Menschen unter 18 Jahren als wohnungslos. 2024 wurden knapp 129.000 wohnungslose Minderjährige erfasst, in den beiden Jahren davor waren es noch weniger Menschen (2023: 105.500, 2022: 47.000). Auch die Zahl der Wohnungslosen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren erreichte 2025 mit mehr als 55.500 einen neuen Höchstwert. 2024 galten gut 47.000 Menschen in dieser Altersgruppe als wohnungslos.

Deutlich gestiegen ist zugleich die durchschnittliche Dauer der Unterbringung wohnungsloser Menschen. So waren wohnungslose Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren im vergangenen Jahr im Schnitt fast 150 Wochen in entsprechenden Unterkünften untergebracht – das waren fast drei Jahre. Zum Vergleich: 2024 waren es rund 136 Wochen, 2023 noch 117 Wochen.

Die meisten wohnungslosen Minderjährigen gab es im vergangenen Jahr im bevölkerungsreichsten Bundesland, (rund 32.000), gefolgt von (mehr als 29.000). Als einen der Gründe für den Anstieg nennt die Bundesregierung unter anderem Geflüchtete aus der sowie eine „Verbesserung der Datenmeldung“.

Sahra Mirow, Linken-Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für soziales Wohnen, bezeichnete den Anstieg der Zahlen als „beispielloses sozialpolitisches Versagen“. „Wer einen so großen Teil seiner Jugend in Unterkünften verbringen muss, die häufig nur auf Erwachsene ausgerichtet sind, dem verwehrt der Staat auf fatale Weise gleiche Entwicklungschancen“, sagte sie der Zeitung. Der Bundesregierung warf sie eine Politik vor, „die sehenden Auges das Abrutschen Jugendlicher in die Obdachlosigkeit billigt“.

Siehe auch:  SPD zweifelt an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung für Iran-Krieg
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Obdachlose kampieren (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zahl der minderjährigen Wohnungslosen stieg auf über 137.000 im Jahr 2025.
  • Durchschnittliche Dauer der Unterbringung wohnungsloser Minderjähriger lag bei fast 150 Wochen.
  • Höchstwert der Wohnungslosen zwischen 18 und 25 Jahren erreicht mit über 55.500 im Jahr 2025.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Minderjährige unter 18 Jahren, 137.000 bundesweit zum 31. Januar 2025, Anstieg von 2024 (129.000)
  • betrifft junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren, 55.500 wohnungslos im Jahr 2025, Anstieg von 2024 (47.000)
  • betroffen sind vor allem Nordrhein-Westfalen (32.000) und Baden-Württemberg (29.000)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg der Zahl wohnungsloser Minderjähriger auf über 137.000 im Jahr 2025
  • Steigende Unterbringungsdauer auf durchschnittlich fast 150 Wochen
  • Einfluss von geflüchteten Menschen aus der Ukraine und verbesserte Datenmeldung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Anstieg der Zahl wohnungsloser Minderjähriger wird dokumentiert.
  • Durchschnittliche Unterbringungsdauer in Einrichtungen steigt.
  • Bundesregierung nennt Geflüchtete und verbesserte Datenmeldung als Gründe für den Anstieg.

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