SPD zweifelt an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung für Iran-Krieg

15. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Zweifel an Ramstein-Nutzung in Berlin

() – In der schwarz-roten Koalition gibt es wachsende Zweifel, ob die Bundesregierung weiterhin uneingeschränkt die Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein für den Krieg gegen den erteilen darf.

„Im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran ist die völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, der „Süddeutschen Zeitung“. Aus Sicht der SPD und der meisten Völkerrechtler sei der Angriff auf Iran jedoch nicht mit dem Völkerrecht vereinbar. „Sollte auch die Bundesregierung zu dieser Einschätzung gelangen, könnten gegebenenfalls Gerichte darüber entscheiden, ob die Nutzung von Ramstein im Zusammenhang mit diesem Krieg untersagt werden muss.“

Die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) wendet sich bisher gegen eine Einschränkung oder eine Verweigerung notwendiger Überflugrechte. Grundlage für die Ramstein-Nutzung ist das Stationierungsrecht, geregelt im Aufenthaltsvertrag vom 23. Oktober 1954. Mit den Verträgen zur deutschen Wiedervereinigung wurde die Fortgeltung des Vertrags bestätigt. Hinzu kommen Vereinbarungen im Nato-Truppenstatut. Nach einer früheren Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags können sowohl der Aufenthaltsvertrag als auch das Nato-Truppenstatut aufgekündigt werden, allerdings könne die Militärpräsenz nur unter Einhaltung einer Frist von zwei Jahren beendet werden.

Der Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Sören Pellmann, sagte der Zeitung: „Um nicht Beihilfe für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran zu leisten, ist die Linke gegen die Nutzung der US-Air-Base Ramstein.“ Mit Verweis auf den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags sagte Pellmann hinsichtlich des Stationierungsrechts, die Bundesrepublik könne „völkerrechtlich konform diesen Aufenthaltsvertrag einseitig kündigen“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Iran (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Wachsende Zweifel an der Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein für den Krieg gegen Iran.
  • Völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung ist noch nicht abgeschlossen.
  • Linke-Fraktion fordert einvernehmliche Kündigung des Aufenthaltsvertrags, um Beihilfe zu vermeiden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Bundesregierung, SPD, Linke, völkerrechtliche Experten
  • Intensität: Uneingeschränkte Nutzung von Ramstein im Kontext des Iran-Kriegs angezweifelt
  • Frist: Beendigung der Militärpräsenz innerhalb von zwei Jahren möglich

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Wachsende Zweifel in der schwarz-roten Koalition zur Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein im Krieg gegen Iran
  • Völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung ist noch nicht abgeschlossen; Angriff auf Iran könnte völkerrechtswidrig sein
  • Linke fordert Kündigung des Aufenthaltsvertrags, um Beihilfe zu einem völkerrechtswidrigen Krieg zu vermeiden

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  • Prüfung der völkerrechtlichen Aspekte der Ramstein-Nutzung im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran
  • Mögliche gerichtliche Entscheidungen über die Nutzung von Ramstein
  • Gespräch über eine einseitige Kündigung des Aufenthaltsvertrags durch die Bundesrepublik

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