Irankrieg treibt Strompreise für Neukunden nach oben

21. März 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Auswirkungen des Irankriegs in Deutschland

Heidelberg () – Der Irankrieg und seine Folgen wirken sich auf Haushalte in aus, die einen neuen Stromvertrag abschließen wollen. Tarife für Neukunden seien seit Beginn des Konflikts um rund 15 Prozent teurer geworden, zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox, über die der „Spiegel“ berichtet.

Demnach beginnen die günstigsten Angebote im Bundesschnitt bei knapp 28 Cent je Kilowattstunde (kWh); im Februar waren es gut 24 Cent pro kWh. Damit sind die Preise aber noch immer weit von den Rekordständen des Krisenjahrs 2022 entfernt.

Hintergrund des jüngsten Anstiegs ist, dass Erdgas im Großhandel zuletzt deutlich teurer geworden ist. Gaskraftwerke wiederum sind wichtig, um die Stromversorgung in Deutschland abzusichern – insbesondere in Phasen mit wenig Wind- und Solarstrom. Dabei gilt der Grundsatz: Das teuerste Kraftwerk, das gerade noch zur Deckung der Nachfrage gebraucht wird, setzt in dem Moment den Börsenpreis.

Energieversorger kaufen Strom für ihre Kundschaft über Monate im Voraus ein. Auf diesem sogenannten Terminmarkt sind Lieferungen für den April seit Beginn des Irankriegs um etwa 24 Prozent teurer geworden, berichtet Verivox. „Solche Preisanstiege wirken sich am schnellsten auf die Angebote für Neukunden aus“, sagte Thorsten Storck, Energieexperte des Vergleichsportals, „denn hier wird besonders kurzfristig kalkuliert.“ Sollten die Weltmarktpreise auf dem derzeit hohen Niveau bleiben, „werden auch die Bestandskunden in Deutschland Preiserhöhungen erhalten“, so Storck.

Siehe auch:  DM plant Start von Online-Apotheke am 16. Dezember
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stromzähler (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Tarife für Neukunden sind seit Beginn des Irankonflikts um rund 15 Prozent teurer geworden.
  • Günstigste Angebote liegen im Durchschnitt bei knapp 28 Cent pro kWh, im Februar bei über 24 Cent pro kWh.
  • Lieferungen für April sind seit Beginn des Irankriegs um etwa 24 Prozent teurer geworden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Haushalte in Deutschland, die einen neuen Stromvertrag abschließen möchten
  • Tarife für Neukunden sind seit Beginn des Irankriegs um rund 15 Prozent teurer geworden
  • Günstigste Angebote beginnen im Bundesschnitt bei knapp 28 Cent je kWh, im Februar waren es 24 Cent pro kWh

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg der Erdgaspreise im Großhandel aufgrund des Irankriegs
  • Gaskraftwerke sichern die Stromversorgung, was die Preise beeinflusst
  • Preisanstieg auf dem Terminmarkt für Stromlieferungen seit Konfliktsbeginn

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Erhöhung der Stromtarife für Neukunden um etwa 15 Prozent seit Beginn des Irankriegs
  • Preisanstieg bei Erdgas im Großhandel beeinflusst Stromversorgungsangebot
  • Anstieg der Terminmarktpreise führt zu kurzfristigen Preiserhöhungen für Neukunden
4,4/5 (21 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH