Dax startet im Minus – keine Bodenbildung in Sicht
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Dax-Start mit Verlusten in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Dienstagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 22.560 Punkten berechnet, und damit 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Zalando, BASF und FMC, am Ende Bayer, SAP und Heidelberg Materials.
„Die Ereignisse im Dax in den letzten 24 Stunden zeigen deutlich, wohin die Reise geht, wenn die Straße von Hormus weiter geschlossen bleibt: Die Schwankungen in den Dax-Kursen werden von Tag zu Tag weiter zunehmen“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Börsen interessierten sich derzeit mehr für die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, als für aufsehenerregende Sätze des US-Präsidenten. „Man mag an einen Taco-Trade glauben oder nicht – aber solange der Iran nicht mitspielt, wird auch der US-Präsident den Krieg mit all seinen Folgen für die Energiepreise und Weltwirtschaft nicht einseitig beenden können.“
„Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden“, so Stanzl. Zum jetzigen Zeitpunkt sei ebenfalls möglich, dass Saudi-Arabien eine aktive Kriegspartei werden könnte. „Ein Kriegseintritt Saudi-Arabiens wäre eine weitere Eskalation des Irankriegs. Anleger suchen Hinweise auf einen Weg aus dem Krieg heraus – nicht auf weitere Signale für ein immer tieferes Hineingleiten in etwas, das wie eine Spirale der Eskalation wirkt.“
„Was wir gestern gesehen haben, war eine technische Gegenreaktion“, fügte der Analyst hinzu. Eine Bodenbildung sei im Dax nur möglich, wenn die Volatilität abnehme und der Ölpreis sinke. „Für eine Bodenbildung müssen sich die Kurse also beruhigen. Nach einer solchen Beruhigung sieht es im Dax derzeit noch nicht aus.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1594 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8625 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 101,30 US-Dollar; das waren 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anzeigetafel in der Frankfurter Börse |
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