Start-up-Verband fordert Lockerung des Kündigungsschutzes

24. März 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Reformen für Start-ups in Deutschland

() – Die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Start-up-Verbands plädiert für eine Flexibilisierung des Kündigungsschutzes für Arbeitnehmer mit höheren Einkommen.

„Die Kosten für Fehler sind zu hoch in diesem Land“, sagte Verena Pausder der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Wenn beispielsweise Start-up-Gründer in der Findungsphase die falsche hochqualifizierte Person einstellten, die doch nicht ins Unternehmen passe, koste es „sehr viel Geld und Energie“, sich wieder zu trennen. „Eines der Hauptprobleme deutscher Start-ups ist, dass sie nicht genug atmen können“, so Pausder.

Die Unternehmerin spricht sich indes nicht für eine flächendeckende Abschaffung des Kündigungsschutzes aus, sondern könnte sich auch eine eigene Regelung für junge Unternehmen vorstellen. „Man könnte das zum Beispiel an die Anzahl an Jahren nach der Gründung knüpfen“, sagte Pausder. Es gehe im Start-up-Bereich um Talente, die recht leicht einen neuen Arbeitgeber finden würden. Und auch wenn sie nicht sofort eine neue Beschäftigung fänden, können sie mit dem zuvor bezogenen Gehalt „locker ein paar Monate überbrücken“.

Pausder spricht sich darüber hinaus für eine „klar definierte Abfindungsregel“ aus, die langwierige Verfahren von Kündigungsschutzklagen verhindere. Diese kämen ohnehin nur zu Ergebnissen, die im Grunde schon vorher feststünden. „Das würde nicht nur den Betroffenen und den Unternehmen viel Geld und Aufwand sparen, sondern auch den Gerichten jede Menge Arbeit.“

Siehe auch:  CSU will wichtige Reformen bis Pfingsten beschließen
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesagentur für Arbeit (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Plädoyer für Flexibilisierung des Kündigungsschutzes für höher verdienende Arbeitnehmer
  • Vorschlag für eigene Regelung für junge Unternehmen, möglicherweise verknüpft mit Gründungsjahren
  • Forderung nach klar definierter Abfindungsregel zur Vermeidung langwieriger Kündigungsschutzverfahren

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Arbeitnehmer mit höheren Einkommen und Start-ups in Deutschland
  • Zielgruppe sind junge Unternehmen und hochqualifizierte Talente
  • Vorschlag zur Flexibilisierung des Kündigungsschutzes und Einführung einer Abfindungsregel für die ersten Jahre nach Gründung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • hohe Kosten für Fehlentscheidungen bei Einstellungen in Start-ups
  • Mangelnde Flexibilität im Kündigungsschutz behindert Unternehmensentwicklung
  • Vorschlag für eigene Regelungen basierend auf Unternehmensalter zur besseren Orientierung für Gründer

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Flexibilisierung des Kündigungsschutzes für Arbeitnehmer mit höheren Einkommen anstreben
  • Eigene Regelung für junge Unternehmen in Erwägung ziehen, eventuell in Abhängigkeit von der Gründungsdauer
  • Klare Abfindungsregelung einführen, um langwierige Kündigungsschutzverfahren zu vermeiden
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