Ärzte warnen Regierung vor Einschnitten in Patientenversorgung

24. März 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Berlin: Ärztemangel droht

() – Führende Ärztevertreter warnen die Bundesregierungen vor Kürzungen der Budgets im Rahmen eines Sparpakets und kündigen für diesen Fall einen deutlichen Rückgang der Behandlungstermine für Patienten an.

Bereits jetzt würden zahlreiche Behandlungen nicht vergütet, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Bild“. Weniger Geld heiße weniger Leistung. „Fachärzte bekommen aktuell schon 15 Prozent der durchgeführten Termine nicht bezahlt. Das entspricht 40 Millionen kostenlosen Terminen pro Jahr. Wir werden diese Termine im Laufe des Jahres deutlich abbauen“, sagte Gassen. Sollten zusätzlich Honorarkürzungen beschlossen werden, „werden noch mehr Angebote wegfallen“.

Zugleich wies Gassen die Annahme zurück, Einschnitte hätten keine Auswirkungen auf die Versorgung. „Wer behauptet, Einschnitte in der Vergütung haben keinen Einfluss auf die Patientenversorgung, hat entweder keine Ahnung oder sagt bewusst die Unwahrheit.“ Grundsätzlich sei die Ärzteschaft bereit, das Leistungsangebot an die finanziellen Rahmenbedingungen anzupassen. „Wir sind jederzeit bereit das Leistungsangebot analog zur Verfügung stehenden Geldmenge nach oben oder auch nach unten anzupassen.“ Zur Veranschaulichung fügte Gassen hinzu: „Wer beim Handyvertrag nur zehn GB Datenvolumen kauft, damit es nicht so teuer wird, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn das Streaming irgendwann abbricht.“

Auch der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands, Markus Blumenthal-Beier, warnte vor negativen Folgen möglicher Einsparungen: „Seit der Entbudgetierung bekommen wir endlich unsere gesamte Arbeit überall bezahlt“, sagte er der Zeitung. Wenn das jetzt zurückgedreht werden würde, dann hätte das ganz konkrete Folgen für die Patienten. In besonders betroffenen Regionen könnten Praxisschließungen drohen. Viele Kollegen würden genau überlegen, ob sich ihre Praxis noch , und im Zweifel eben dicht machen. „Die Konsequenz wäre, dass mehr Menschen keine Hausarztpraxis mehr finden würden, die sie versorgen kann“, sagte Blumenthal-Beier. Eine schlechtere hausärztliche Versorgung führe nachweislich zu mehr Krankenhauseinweisungen, „und das wird dann schnell richtig teuer“. Wer bei Hausarztpraxen spare, „schießt sich selbst ins Knie“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Warnung vor Kürzungen der Budgets im Gesundheitswesen durch Ärztevertreter
  • 15 Prozent der Termine von Fachärzten werden aktuell nicht vergütet, was 40 Millionen kostenlosen Terminen pro Jahr entspricht
  • Mögliche Praxisschließungen in betroffenen Regionen durch Einsparungen bei der Vergütung

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Patienten und Fachärzte in Deutschland
  • 40 Millionen kostenlose Termine pro Jahr, 15% der Termine nicht vergütet
  • Mögliche Schließung von Hausarztpraxen in besonders betroffenen Regionen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kürzungen der Budgets im Gesundheitssektor könnten zu weniger Behandlungsterminen führen.
  • Aktuell werden bereits 15% der Behandlungen nicht vergütet, was eine hohe Anzahl unbezahlter Termine zur Folge hat.
  • Einsparungen könnten zu Praxis­schließungen und einer schlechteren Versorgung in betroffenen Regionen führen.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Warnung vor Kürzungen der Budgets durch Ärztevertreter
  • Möglichkeit eines Rückgangs der Behandlungstermine bei Honorarkürzungen
  • Drohende Praxisschließungen in besonders betroffenen Regionen
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