Deutschland gehört zu Verlierern der EU-Budgetreform

28. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

EU-Haushalt 2028-2034: Deutschlands Rückgang

Berlin () – gehört zu den großen Verlierern des Vorschlags der Europäischen Kommission für den mehrjährigen EU-Haushalt 2028 bis 2034. Das zeigen interne Berechnungen aus dem Europaparlament, über die die FAZ berichtet. Demnach werden Deutschland für die sieben Jahre insgesamt 57,3 Milliarden Euro zugewiesen – elf Prozent weniger als im EU-Haushalt 2021 bis 2027. Der Rückgang dürfte vor allem die Zuwendungen verringern, die bisher an deutsche Landwirte geflossen sind.

Hervor geht das aus einem nur „für die interne Nutzung“ gekennzeichneten aktuellen Briefing der Generaldirektion Haushalt im Europaparlament. Insgesamt verringern sich die Mittel für die EU-Staaten um acht Prozent von 758,93 Milliarden Euro auf 698,27 Milliarden Euro. Die stärksten Einschnitte kommen auf Slowenien und mit minus 13 Prozent zu. , Italien, Spanien, Portugal und die Tschechische müssen mit zwölf Prozent weniger auskommen. Österreich erhält neun Prozent weniger. , Lettland, Malta und Schweden erhalten sogar mehr Geld.

Mit dem Geld aus den, im Fachjargon, „nationalen Umschlägen“ können die Staaten Hilfen für Landwirte, die regionale Entwicklung, Soziales und andere Aufgaben finanzieren. Bisher gibt es für all diese Aufgaben eigene detaillierte Programme und Haushaltsposten. Die Kommission will den Haushalt nun aber grundlegend reformieren und die Ausgaben bündeln. Die Staaten sollen weitgehend frei entscheiden, wie sie die Mittel nutzen. Wie genau sollen sie in „nationalen Entwicklungsplänen“ darlegen.

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Für Deutschland bedeutet das nach dem Briefing aus dem Parlament folgendes: Die Bauern erhalten mindestens 31,87 Milliarden Euro. Das wären beinahe zwölf Milliarden Euro weniger als bisher. Wenn Deutschland indes alle verfügbaren freien Mittel für die Landwirte nutzen würde, könnte es das bisherige Niveau beinahe halten. Es gäbe dann jedoch ein anderes Problem: Andere Aufgaben, allen voran die Förderung der Regionen, müssten entsprechend zurückgefahren werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: EU-Fahnen (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Deutschland erhält im neuen EU-Haushalt 57,3 Milliarden Euro, das sind 11% weniger als 2021-2027.
  • Die Gesamtmittel für EU-Staaten sinken um 8% von 758,93 auf 698,27 Milliarden Euro.
  • Die EU plant eine grundlegende Reform des Haushalts, um Ausgaben zu bündeln und den Staaten freie Mittelverwendung zu ermöglichen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Deutschland und die EU-Staaten insgesamt
  • Deutschland erhält 57,3 Milliarden Euro (11% weniger als 2021-2027)
  • Stärkste Einschnitte: Slowenien und Irland (-13%), andere Länder zwischen -9% und -12%

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Deutschland erhält 11% weniger Mittel für den EU-Haushalt 2028-2034 im Vergleich zu 2021-2027.
  • Die EU-Kommission plant eine grundlegende Reform des Haushalts, bei der Ausgaben gebündelt und flexibler gestaltet werden.
  • Stärkere Einschnitte für landwirtschaftliche Zuwendungen, was potenziell andere Förderungen, wie regionale Entwicklung, beeinträchtigen könnte.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Deutschland wird 57,3 Milliarden Euro für den EU-Haushalt 2028 bis 2034 zugewiesen.
  • Die Zuwendungen für deutsche Landwirte werden voraussichtlich um fast zwölf Milliarden Euro sinken.
  • Die Kommission plant eine Reform des Haushalts und fordert die Staaten auf, nationale Entwicklungspläne zur Mittelverwendung zu erstellen.
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