Studie sieht Agrarproduktion als Hauptursache für Waldbrände in Südamerika
Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Umwelt und Landwirtschaft in Südamerika
Berlin () – Die verheerenden Waldbrände in den Trockenwäldern Südamerikas gehen laut einer neuen Studie vor allem auf die Ausweitung der Landwirtschaft zurück. Das teilte die Humboldt-Universität zu Berlin mit, deren Forschungsteam die Feuergeschichte der Chaco-Region mit Satellitendaten rekonstruiert hat.
Demnach brennt es zwar in Dürrejahren häufiger, die Feuer seien aber eng mit der Rodung von Wald für Sojaanbau und Rinderzucht verknüpft.
Die Wissenschaftler werteten rund 175.000 Satellitenbilder aus und fanden heraus, dass auf zwei Dritteln der Fläche seit 1985 mindestens einmal ein Feuer ausgebrochen ist. ‚Unsere Daten zeigen deutlich, dass Dürreperioden oft als günstiges Zeitfenster genutzt werden, um Land billig mit Hilfe von Feuer zu roden‘, sagte Matthias Baumann, Hauptautor der Studie. Das Feuer sei ein Werkzeug der Landwirtschaft.
Die Ergebnisse sind auch für die neue EU-Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten relevant, die Ende 2026 in Kraft tritt.
Sie verbietet den Import von Rohstoffen wie Soja und Rindfleisch von Flächen, die nach Dezember 2020 entwaldet wurden. Die Studie liefere die wissenschaftliche Grundlage, um die Einhaltung solcher Regeln zu überwachen, so die Universität.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Brasilianischer Regenwald (Archiv) |
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- Waldbrände in Südamerika durch Landwirtschaftsausweitung verursacht
- Studie wertete 175.000 Satellitenbilder aus
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- Betroffen sind Südamerika, insbesondere die Chaco-Region
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