Verbraucherschützerin Pop rät von Spritpreisbremse ab

31. März 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Steigende Preise und Verbraucherentlastungen in Berlin

() – Angesichts steigender Spritpreise hat die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, von einer Spritpreisbremse abgeraten.

„Die Erfahrung mit dem letzten Tankrabatt hat gezeigt: Er ist weniger bei den Verbrauchern als bei den Mineralölkonzernen selbst angekommen“, sagte Pop den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). „Deshalb würde ich zumindest in dieser Form davon abraten.“

Sollte der Krieg länger andauern, sei mit weiter steigenden Ölpreisen zu rechnen. „An hohen Spritpreisen werden wir erst mal nicht vorbeikommen“, sagte sie. „Darum sollten die Privathaushalte insgesamt entlastet werden.“ Das sei etwa durch die Senkung der Stromsteuer möglich. „Die wurde schon im Koalitionsvertrag versprochen und liegt auf dem Tisch. Bisher ist sie aber nur für die Industrie, aber nicht die Privathaushalte gekommen“, so Pop. „Das muss sich ändern. Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen diese versprochene Entlastung.“

Vor dem Hintergrund des -Konflikts und steigender Energiepreise warnt sie auch vor höheren Heizkosten im kommenden Winter. „Ich befürchte, dass Heizen nächsten Winter teurer wird“, sagte Pop den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wenn der Konflikt anhält, werden die Gaspreise weiter steigen und wir müssen für den Winter teuer einkaufen.“

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Zugleich verwies sie auf wachsende Konkurrenz auf dem Weltmarkt für Flüssiggas. Viele asiatische Länder sicherten sich derzeit Lieferungen aus . „Wenn aus Katar weniger auf den Weltmarkt kommt, müssen diese Länder stärker anderswo einkaufen, etwa in oder den USA – und dann konkurrieren wir direkt mit ihnen“, so Pop.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tankstelle am 29.03.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Ramona Pop rät von einer Spritpreisbremse ab, da vergangene Rabatte vor allem den Mineralölkonzernen zugutekamen.
  • Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte wird gefordert, da sie bisher nur für die Industrie umgesetzt wurde.
  • Höhere Heizkosten werden für den kommenden Winter aufgrund steigender Gaspreise und Konkurrenz auf dem Flüssiggasmarkt prognostiziert.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Verbraucher in Deutschland
  • Hohe Spritpreise, insbesondere durch den Ukraine-Konflikt
  • Notwendigkeit zur Entlastung der Privathaushalte, gefordert durch Senkung der Stromsteuer

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • steigende Spritpreise aufgrund von globalen Konflikten und Marktbedingungen
  • negative Erfahrungen mit vorherigem Tankrabatt, der weniger den Verbrauchern zugutekam
  • bevorstehende Erhöhung der Heizkosten durch anhaltende Konflikte und Knappheit auf dem Flüssiggasmarkt
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