Bundesregierung kritisiert Israels neues Gesetz zur Todesstrafe

31. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Deutschlands Reaktion auf Israels Gesetzgebung

() – Die Bundesregierung hat den Beschluss des israelischen Parlaments zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen kritisiert. „Verständlicherweise ist nach dem 7. Oktober hart gegen den Terrorismus vorgegangen. Das gestern verabschiedete Gesetz sieht die Bundesregierung aber mit großer Sorge“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Dienstag.

Zum einen sei die Ablehnung der Todesstrafe ein grundsätzliches Merkmal der deutschen Politik. „Die Bundesregierung ist zusätzlich besorgt, dass ein solches Gesetz wohl ausschließlich auf Palästinenser in den palästinensischen Gebieten Anwendung finden würde. Deshalb bedauert sie die Entscheidung der Knesset und kann sie nicht gutheißen“, so Kornelius.

Vor zivilen Gerichten in Israel kann nach dem Gesetzentwurf, der de facto nur Palästinenser betrifft, eine Person, die wegen eines terroristisch motivierten Mordes mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel verurteilt wird, entweder mit der Todesstrafe oder mit lebenslanger Haft bestraft werden. Aufgrund des Rückwirkungsverbots kann das neue Gesetz jedoch nicht auf Hamas-Terroristen angewendet werden, die am Massaker am 7. Oktober 2023 beteiligt waren.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Israelische Fahne an der Knesset (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesregierung kritisiert Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen in Israel.
  • Gesetz betrifft hauptsächlich Palästinenser in den palästinensischen Gebieten.
  • Rückwirkungsverbot schließt Anwendung auf Hamas-Terroristen vom 7. Oktober aus.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Palästinenser in den palästinensischen Gebieten
  • Region: Israel
  • Zeitrahmen: Gesetz wurde nach dem 7. Oktober 2023 verabschiedet

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Einführung der Todesstrafe für Terroristen im israelischen Parlament
  • Kritik der Bundesregierung aufgrund der Ablehnung der Todesstrafe und ihrer Anwendung nur auf Palästinenser
  • Gesetz reagiert auf Terrorismus nach dem Massaker am 7. Oktober 2023

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kritik am Beschluss der Knesset zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen
  • Besorgnis über die mögliche Anwendung des Gesetzes gegen Palästinenser
  • Ablehnung der Todesstrafe als grundlegendes Merkmal der deutschen Politik
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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