Gesundheitsministerium will Gespräche über Cannabisgesetz führen

1. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politische Debatte über Cannabisgesetz in Berlin

() – Das Bundesgesundheitsministerium will innerhalb der Bundesregierung Gespräche über die Zukunft des Cannabisgesetzes führen.

„Die Ergebnisse sind aus unserer Sicht einfach klar und das ist heute zum Ausdruck gebracht worden und auf dieser Basis werden jetzt Gespräche geführt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch der . Zuvor hatte das Forschungsprojekt Ekocan den zweiten Zwischenbericht zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes vorgelegt. Auf die Frage, warum das Gesetz angesichts der massiven Kritik nicht abgeschafft werde, sagte der Sprecher, dass man den Koalitionspartner erst überzeugen müsse.

Mit Blick auf die konkreten Probleme der Teillegalisierung ergänzte er, dass Frühinterventionen sehr stark zurückgegangen seien. Zudem sei der THC-Gehalt massiv gestiegen und die Importe von Medizinalcannabis hätten sich seit 2023 mehr als versechsfacht. „Das heißt, da sind die Grenzen zwischen Medizinalcannabis und Konsumcannabis verschwommen. Das ist Fakt und auf dieser Basis müssen die Gespräche geführt werden.“

Zuvor hatten mehrere Minister aus den Reihen der Union das Cannabisgesetz regelrecht zerrissen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bezeichnete die Teillegalisierung von Cannabis zu Genusszwecken als einen „Fehler“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach derweil davon, dass das Cannabisgesetz ein „vollkommener Rohrkrepierer“ sei. Und Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) warf der ehemaligen Ampelregierung vor, der Suchtprävention von Kindern und Jugendlichen einen „Bärendienst“ erwiesen zu haben.

Siehe auch:  Koalition uneins über Marinemission in der Straße von Hormus
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: „Smoke-in“ vor dem Brandenburger Tor (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Gespräche über die Zukunft des Cannabisgesetzes sollen innerhalb der Bundesregierung geführt werden.
  • Frühinterventionen sind stark zurückgegangen, THC-Gehalt ist gestiegen, Importe von Medizinalcannabis haben sich seit 2023 mehr als versechsfacht.
  • Kritische Stimmen aus der Union bezeichnen die Teillegalisierung als Fehler und "vollkommenen Rohrkrepierer".

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Bundesregierung, Koalitionspartner
  • Zielgruppe: Konsumenten von Cannabis, Medizinalcannabis-Patienten
  • Zeitraum: ab sofort, Gespräche über zukünftige Anpassungen des Gesetzes

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Gespräche innerhalb der Bundesregierung über das Cannabisgesetz erforderlich
  • Massive Kritik und gesunkene Frühinterventionen als Probleme
  • Hoher Anstieg des THC-Gehalts und stark gestiegene Importe von Medizinalcannabis
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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