Preise rund ums Autofahren deutlich gestiegen

13. April 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Entwicklungen der Mobilitätskosten in Wiesbaden

() – Autofahren ist zuletzt im Schnitt deutlich teurer geworden, was vor allem auf die gestiegenen Kraftstoffpreise zurückzuführen ist. Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Autofahren, zusammengefasst im Kraftfahrer-Preisindex, lagen im März 2026 um 6,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Der Anstieg binnen Jahresfrist fiel somit überdurchschnittlich groß aus: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im gleichen Zeitraum um 2,7 Prozent zu.

An der Zapfsäule spürten Verbraucher die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten deutlich: Kraftstoffe verteuerten sich im März 2026 um 20,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, darunter Dieselkraftstoff um 29,7 Prozent, Superbenzin um 17,3 Prozent und Autogas um 1,1 Prozent. Die Preise für Reparatur, Inspektion, Parkgebühr und Ähnliches (+4,1 Prozent), Gebrauchtwagen (+2,9 Prozent) sowie Fahrschule und Führerscheingebühr (+2,8 Prozent) zogen ebenfalls gegenüber dem Vorjahresmonat an. Neuwagen einschließlich Wohnmobile (+2,4 Prozent), Kraftfahrzeugversicherung (+1,4 Prozent) und Miete für Garage und Stellplatz (+1,4 Prozent) verteuerten sich unterdurchschnittlich. Günstiger als ein Jahr zuvor waren Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel (-1,3 Prozent).

Die Fahrkartenpreise für öffentliche Verkehrsmittel sind im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen: Für kombinierte Tickets für Bus und Bahn mussten Verbraucher 6,2 Prozent mehr bezahlen, hier wirkt sich vor allem die Preiserhöhung beim Deutschlandticket im Januar 2026 aus. Eine Bahnfahrt im Nahverkehr verteuerte sich binnen Jahresfrist um 5,3 Prozent, eine Bahnfahrt im Fernverkehr um 1,4 Prozent.

Im mittelfristigen Vergleich zeigen sich bei der Mobilität mit Auto, Bus und Bahn unterschiedliche Preisentwicklungen: Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Auto, die der Kraftfahrer-Preisindex zusammenfasst, lagen im Jahr 2025 um 31,2 Prozent höher als im Jahr 2020. Der Preisanstieg fiel somit überdurchschnittlich groß aus: Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 21,9 Prozent. Einzelne Bestandteile des Kraftfahrer-Preisindex wurden deutlich teurer, wie Kraftfahrzeugversicherungen (+63,0 Prozent), Gebrauchtwagen (+45,3 Prozent), Fahrschule und Führerscheingebühr (+42,7 Prozent). Auch Kraftstoffe verteuerten sich deutlich (+37,5 Prozent), darunter Autogas um 76,2 Prozent, Dieselkraftstoff um 44,2 Prozent und Superbenzin um 34,9 Prozent.

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Die Preise für Reparatur, Inspektion, Parkgebühr und Ähnliches (+34,5 Prozent), Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel (+24,2 Prozent) sowie Neuwagen einschließlich Wohnmobile (+23,9 Prozent) stiegen binnen fünf Jahren ebenfalls überdurchschnittlich. Mieten für Garage und Stellplatz (+7,2 Prozent) und die Kraftfahrzeugsteuer (+2,3 Prozent) nahmen dagegen vergleichsweise gering zu.

Ein differenziertes Bild zeigt sich im Bus- und Bahnverkehr: Die Preise für Bahnfahrten im Nahverkehr erhöhten sich zwischen 2020 und 2025 um 20,1 Prozent. Die Preise für Bahnfahrten im Fernverkehr lagen 2025 etwa auf dem Niveau von 2020 (+0,5 Prozent). Dagegen sanken die Preise für kombinierte Tickets für Bahn, Bus und Ähnliches (-18,0 Prozent) – insbesondere durch die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023.

Mehr als ein Zehntel ihrer monatlichen Konsumausgaben wenden Haushalte für ihre Mobilität auf: 2023 gaben Haushalte im Schnitt 361 Euro pro Monat für Verkehr aus, das waren 11,9 Prozent ihrer gesamten Konsumausgaben und nach Wohnen und Nahrungsmitteln der drittgrößte Ausgabenblock. Gegenüber 2018 sind die monatlichen Mobilitätsausgaben um 4,7 Prozent gesunken – damals waren es mit 379 Euro 14,0 Prozent aller monatlichen Konsumausgaben.

Unter die Ausgaben für Verkehr fallen unter anderem die Ausgaben für Kauf, Leasing, Wartung und Reparatur von Fahrzeugen sowie für Kraftstoffe und Fahrkarten. Den größten Teil der Ausgaben für Verkehr machten 2023 die Anschaffungskosten einschließlich Leasingausgaben für Pkw (104 Euro) sowie die Ausgaben für Kraftstoffe und Schmierstoffe (100 Euro) aus. Die durchschnittlichen Ausgaben für Personenbeförderungsleistungen lagen bei 47 Euro, darunter 31 Euro für Bus, Bahn oder Taxi.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tankstelle (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kraftfahrer-Preisindex erhöhte sich im März 2026 um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Kraftstoffpreise stiegen um 20,0 Prozent; Dieselkraftstoff um 29,7 Prozent, Superbenzin um 17,3 Prozent.
  • Preise für Reparatur und Inspektion erhöhten sich um 4,1 Prozent.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Verbraucher im Automobilsektor betroffen; Preissteigerung von 6,7% im März 2026
  • Kraftstoffpreise stiegen um 20,0% (Diesel +29,7%, Superbenzin +17,3%); anonymisierte Zahlen für 2025: +31,2% seit 2020
  • Haushalte gaben 2023 im Schnitt 361 Euro pro Monat für Verkehr aus, das sind 11,9% der Konsumausgaben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Starke Anstiege der Kraftstoffpreise aufgrund des Kriegs im Nahen Osten
  • Erhöhung der Verbraucherpreise für Waren und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr
  • Überdurchschnittliche Preissteigerungen im Bereich Kraftfahrzeugversicherungen, Gebrauchtwagen und Fahrschulen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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