Sachsen will Gewaltschutz ausbauen und stärkt Hilfsangebote
Regional - Sachsen - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Neuer Gesetzesentwurf in Sachsen
Dresden () – Die sächsische Staatsregierung hat den Entwurf für ein Gewalthilfegesetz zur Anhörung freigegeben. Damit will Sachsen als erstes Bundesland die Vorgaben des Bundes zum Schutz von Gewaltbetroffenen in Landesrecht umsetzen, wie das Sozialministerium mitteilte.
Ein zentraler Punkt ist der flächendeckende Ausbau von Schutz- und Beratungsstrukturen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten. Das Gesetz schließt ausdrücklich auch männliche Betroffene häuslicher Gewalt ein.
Bis 2028 sollen die bestehenden 21 Frauen-, Kinder- und Männerschutzeinrichtungen von aktuell 208 auf 227 Plätze ausgebaut werden, was einem Plus von 9,1 Prozent entspricht.
Zudem erhalten die Einrichtungen zusätzliches Personal für die Beratung mitbetroffener Kinder und Jugendlicher. Die Personalressourcen in den Beratungsstellen werden bis 2028 um insgesamt 11 Prozent aufgestockt.
Für die Finanzierung des Hilfesystems erhält Sachsen vom Bund für 2027 und 2028 insgesamt 11,8 Millionen Euro.
Der Freistaat selbst plant in diesem Zeitraum Landesmittel in Höhe von 27,3 Millionen Euro ein. Die Kommunen werden entlastet, da das Land deren Kofinanzierungsanteile übernimmt.
Zudem soll eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet werden, die Betroffene vermittelt und Absprachen mit anderen Bundesländern trifft.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Sachsen führt als erstes Bundesland ein Gewalthilfegesetz zur Umsetzung des Bundesrechts ein.
- Bis 2028 sollen die Plätze in Frauen-, Kinder- und Männerschutzeinrichtungen von 208 auf 227 erhöht werden.
- Zusätzliche 11,8 Millionen Euro vom Bund und 27,3 Millionen Euro Landesmittel für das Hilfesystem bis 2028.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Frauen, Kinder, Männer, Jugendliche
- Zeitraum: bis 2028
- Zahlen: Erweiterung von 208 auf 227 Plätze (+9,1%); Personalaufstockung um 11%; Finanzierung: 11,8 Millionen Euro vom Bund, 27,3 Millionen Euro vom Freistaat
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Umsetzung der Bundesvorgaben zum Schutz von Gewaltbetroffenen in Sachsen als erstes Bundesland
- Flächendeckender Ausbau von Schutz- und Beratungsstrukturen in alle Landkreise und kreisfreien Städte
- Erhöhung der Kapazitäten in Frauen-, Kinder- und Männerschutzeinrichtungen sowie Aufstockung des Personals in Beratungsstellen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Entwurf für ein Gewalthilfegesetz zur Anhörung freigegeben
- Ausbau von Schutz- und Beratungsstrukturen auf 227 Plätze bis 2028
- Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle für Betroffene
- Russland erklärt Feuerpause für 8. und 9. Mai - 4. Mai 2026
- Sachsens Innenminister spricht von "Amokfahrt" in Leipzig - 4. Mai 2026
- Polizei: 33-jähriger Deutscher fuhr in Leipzig in Menschenmenge - 4. Mai 2026
