Bundesregierung einigt sich auf Notfallreform

21. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Reform der Notfallversorgung in Berlin

() – Die Bundesregierung hat sich auf eine Reform der Notfallversorgung geeinigt. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), der an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll, sieht unter anderem eine einheitliche Ersteinschätzung per Telefon oder Video sowie eine engere Zusammenarbeit der Rettungs- und der ärztlichen Bereitschaftsdienste unter den Telefonnummern 112 sowie 116117 vor.

Auch stationäre und ambulante Helfer sollen besser als bisher kooperieren. So ist der flächendeckenden Aufbau neuer „Integrierter Notfallzentren“ geplant, die aus den Notaufnahmen der Krankenhäuser, den Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie aus einer gemeinsamen Ersteinschätzungsstelle (Tresen) bestehen. Die Rettungsdienste, die den Ländern und Kommunen unterstehen, sollen künftig auch bezahlt werden, ohne dass sie Patienten transportieren und in Krankenhäuser bringen.

Warkens Notfallreform soll zwischen einer und zwei Milliarden Euro im Jahr einsparen. Nach Informationen der Zeitung herrscht zwischen den Regierungsparteien Einigkeit über die Reform. Warkens Amtsvorgänger Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) waren mit entsprechenden Reformideen gescheitert.

Siehe auch:  Verkehrsunfall nach medizinischem Notfall in Berlin-Schöneberg
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Notfallaufnahme (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Reform der Notfallversorgung von der Bundesregierung beschlossen
  • Einheitliche Ersteinschätzung per Telefon oder Video geplant
  • Einführung von "Integrierten Notfallzentren" zur besseren Kooperation der Rettungsdienste und stationären sowie ambulanten Helfern

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind die Notfallversorgung, Rettungsdienste, ambulante und stationäre Helfer
  • Einsparungen zwischen einer und zwei Milliarden Euro pro Jahr
  • Einheitliche Ersteinschätzung per Telefon oder Video und flächendeckender Aufbau neuer "Integrierter Notfallzentren" geplant

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Reform der Notfallversorgung zur Verbesserung der Ersteinschätzung und Zusammenarbeit der Rettungsdienste
  • Ziel der Reform: Einsparungen zwischen ein und zwei Milliarden Euro jährlich
  • Vorangegangene Reformversuche waren gescheitert, was auf politische Herausforderungen hinweist

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einheitliche Ersteinschätzung per Telefon oder Video
  • Flächendeckender Aufbau neuer "Integrierter Notfallzentren"
  • Verbesserte Zusammenarbeit der Rettungs- und ärztlichen Bereitschaftsdienste
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH