Bericht: Prien und Hubertz von Signal-Attacke betroffen

25. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Cyberangriffe auf deutsche Politiker in Berlin

() – Die Phishingkampagne gegen Nutzer des Messengerdiensts Signal hat offenbar das Bundeskabinett erreicht.

Dem „Spiegel“ zufolge sind Bildungsministerin Karin Prien (CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD) betroffen. Die Signal-Konten der beiden Politikerinnen sollen kompromittiert worden sein.

Damit nimmt das Ausmaß der Angriffswelle eine neue Dimension an. Erst am Mittwoch hatte der „Spiegel“ enthüllt, dass Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zu den Opfern der Kampagne gehört. Die Politikerin bekleidet das zweithöchste Staatsamt und ist Mitglied des CDU-Präsidiums. Das Parteigremium kommunizierte bislang in einem Signal-Gruppenchat – einschließlich Bundeskanzler Friedrich Merz.

Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) hatten den Kanzler dem Bericht zufolge in der Sache persönlich aufgesucht. Mit Hubertz und Prien werden nun erstmals Kabinettsmitglieder als mutmaßliche Opfer bekannt.

Auf Anfrage teilte eine Sprecherin Priens mit: „Zu Kommunikationsmitteln der Bundesregierung können wir keine Auskunft geben.“ Ein Sprecher von Hubertz sagte, für die Integrität und Sicherheit von interner und externer Kommunikation des Ministeriums gälten klare Grundsätze. „Dazu gehört, dass wir uns grundsätzlich nicht zu möglichen oder tatsächlichen Sicherheitsvorfällen äußern“, sagte der Sprecher.

Im Zusammenhang mit der seit Monaten andauernden internationalen Phishingkampagne gegen Nutzer der Messaging-App Signal ermittelt Generalbundesanwalt Jens Rommel bereits seit Februar.

Inwieweit der Kanzler betroffen sein könnte, ist weiter unklar. Man könne „über die Art und Weise, wie wir in der Bundesregierung kommunizieren, keine Auskunft geben“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille der .

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Das gelte grundsätzlich, aber insbesondere auch in Bezug auf die Kommunikationsmittel und die entsprechenden Telekommunikationswege. „Aber seien Sie sich sicher, dass die Kommunikation der Bundesregierung, des Bundeskanzlers, der Bundesminister auf sicheren Kanälen läuft“, sagte Hille.

Nach aktuellen Erkenntnissen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) führt „ein wahrscheinlich staatlich gesteuerter Cyberakteur“ Phishing-Angriffe über Messengerdienste, insbesondere über Signal, durch. Im Fokus stehen demnach „hochrangige Ziele aus Politik, Militär und Diplomatie sowie Investigativjournalistinnen und -journalisten in „.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Verena Hubertz am 23.04.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bildungsministerin Karin Prien und Bauministerin Verena Hubertz sind Opfer einer Phishingkampagne gegen Signal-Nutzer.
  • Bundestagspräsidentin Julia Klöckner gehört ebenfalls zu den Betroffenen der Kampagne.
  • Der Generalbundesanwalt ermittelt seit Februar aufgrund der internationalen Phishingkampagne.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Bildungsministerin Karin Prien, Bauministerin Verena Hubertz, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner
  • Zielgruppen: Hochrangige Zielpersonen aus Politik, Militär, Diplomatie, Investigativjournalisten
  • Umfang: Internationale Phishingkampagne, Ermittlungen seit Februar durch Generalbundesanwalt Jens Rommel

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Phishingkampagne gegen Signal-Nutzer
  • Betroffene Politikerinnen: Bildungsministerin Karin Prien und Bauministerin Verena Hubertz
  • Angriff auf hochrangige Ziele in Politik, Militär und Diplomatie

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ermittlungen durch Generalbundesanwalt seit Februar
  • Informationsschutz durch klare Grundsätze in den Ministerien
  • Gewährleistung sicherer Kommunikationskanäle für die Bundesregierung
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