BASF fordert EU zu härterer Gangart gegen China auf

29. April 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Herausforderungen im China-EU-Handel

() – BASF-Chef Markus Kamieth hat die EU aufgefordert, Chinas unfairen Handelspraktiken die Stirn zu bieten. „An vielen Stellen wird von chinesischen Unternehmen nicht sauber gespielt“, sagte Kamieth dem „Focus“.

Wenn der Handel offenkundig gegen die globalen Regeln verstoße, dürfe die EU dies nicht dulden, forderte der Vorstandschef. Die Fälle zur Prüfung von Anti-Dumping-Maßnahmen bei der EU seien in den letzten 12 bis 24 Monaten enorm angestiegen. Man sehe eine Verdopplung seit 2023. In bestünden enorme Überkapazitäten für viele Produkte, erklärte er. Die Hersteller böten sie deshalb teils unter den Produktionskosten an, um sie in Europa zu verkaufen.

Gleichzeitig machte sich Kamieth keine Illusionen über die Kräfteverhältnisse zwischen Europa und China. „Wir brauchen den chinesischen Absatzmarkt, sie brauchen uns nicht“, sagte er. „Erst recht brauchen sie keine Belehrungen von uns.“

Der BASF-Chef warnte vor moralischem Hochmut der deutschen Politik. „Die Welt wartet nicht auf Nachhilfe aus , wie sie zu denken und zu leben hat“, sagte Kamieth. Man müsse seiner Ansicht nach akzeptieren, dass die westlichen Werte, so sehr man sie schätze und hochhalte, nicht überall das Maß aller Dinge seien. Genauso wenig solle man dem Glauben anhängen, dass man mit den eigenen Innovationen einzigartig und überlegen sei.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Chinesische Fahne (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • BASF-Chef fordert EU auf, gegen Chinas unfaire Handelspraktiken vorzugehen
  • Zahl der Anti-Dumping-Fälle in der EU hat sich seit 2023 verdoppelt
  • Kamieth betont die Abhängigkeit Europas vom chinesischen Absatzmarkt

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • EU, China, BASF, Unternehmen, Politik
  • Anstieg der Fälle zur Prüfung von Anti-Dumping-Maßnahmen in den letzten 12 bis 24 Monaten, Verdopplung seit 2023
  • Große Überkapazitäten in China, Verkauf zu Preisen unter Produktionskosten

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Chinas Unternehmen halten sich nicht an globale Handelsregeln.
  • Anstieg der Anti-Dumping-Fälle in der EU in den letzten 12-24 Monaten.
  • Überkapazitäten in China führen zu Preisverfall unter Produktionskosten für den europäischen Markt.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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