Grünen-Chefin offen für Ausweitung der Maximalarbeitszeit

30. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Arbeitszeitflexibilität und Kündigungsschutz in Berlin

() – Grünen-Chefin Franziska Brantner hat sich offen für eine Ausweitung der täglichen Maximalarbeitszeit gezeigt. In der Realität zeige sich heute, dass es unter den Arbeitern unterschiedliche Interessen gebe, sagte Brantner dem „Tagesspiegel“.

Es gebe Menschen, die Schutz vor Ausbeutung am Arbeitsplatz bräuchten, auf der anderen Seite gebe es aber auch viele, bei denen mehr Flexibilität möglich und gewünscht sei. Ihr sei es wichtig, dass Beschäftigten die Möglichkeit eingeräumt werde, bei der Erbringung ihrer Arbeitszeit in Absprache mit ihren Arbeitgebern flexible Modelle festzulegen. Dabei müsse aber immer sichergestellt werden, dass die vermehrte Flexibilisierung nicht zu Lasten der Arbeitnehmenden gehe.

Auch eine Flexibilisierung des Kündigungsschutzes hält Brantner für denkbar. Wenn man von einer Arbeitswelt ausgehe, die sich rasant ändere, brauche es Sicherheit und Flexibilität gleichermaßen, sagte die Grünen-Politikerin. Beschäftigte bräuchten Unterstützung, sich an die Neuerungen anzupassen. „Unternehmen brauchen die Sicherheit, dass sie die nötige Flexibilität haben, die notwendigen Neuerungen voranzubringen.“

Zuvor hatte bereits Co-Parteichef Felix Banaszak Lockerungen beim Kündigungsschutz in Aussicht gestellt. Eine Absage erteilte Brantner dagegen der Forderung aus der Union, den 1. Mai als Feiertag zu streichen. Sie wolle keine Feiertage streichen, erklärte die Grünen-Vorsitzende. „Wenn Herr Söder so einen dringenden Bedarf verspürt, Feiertage abzuschaffen, kann er ja gerne in damit anfangen.“

Siehe auch:  2. Bundesliga: Schalke gewinnt Topspiel - Arminia zerlegt KSC

Die Forderung von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, Berichtspflichten für Unternehmen auszusetzen, begrüßte Brantner dagegen. Natürlich müsse man ständig daran arbeiten, die Bürokratie für Unternehmen sowie Bürger zu reduzieren. Es gebe viele Berichtspflichten aus der analogen Welt, die im digitalen Zeitalter unnötig seien. „Da sollten wir großzügig ausmisten.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Franziska Brantner (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Franziska Brantner befürwortet eine Ausweitung der täglichen Maximalarbeitszeit und flexible Arbeitszeitmodelle.
  • Flexibilisierung des Kündigungsschutzes wird als denkbar erachtet.
  • Brantner unterstützt die Aussetzung von Berichtspflichten für Unternehmen, um Bürokratie zu reduzieren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Arbeitnehmer, insbesondere solche, die an flexible Arbeitszeitmodelle interessiert sind
  • Regionaler Fokus auf Deutschland, angesprochen durch die Grünen-Politik
  • In Aussicht gestellte Flexibilisierungen im Kündigungsschutz und Arbeitszeiten, konkrete Fristen/Zeiträume nicht genannt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterschiedliche Interessen der Arbeitnehmer bezüglich Flexibilität und Schutz vor Ausbeutung
  • Notwendigkeit, Beschäftigten flexible Arbeitsmodelle anzubieten
  • Anpassung an sich schnell ändernde Arbeitswelt erfordert sowohl Sicherheit als auch Flexibilität

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ausweitung der täglichen Maximalarbeitszeit prüfen
  • Flexible Arbeitszeitmodelle in Absprache mit Arbeitgebern ermöglichen
  • Berichts- und Bürokratiepflichten für Unternehmen reduzieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)