Neuer Rekordwert bei Firmenpleiten

5. Mai 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Insolvenzen steigen in Deutschland

Halle (Saale) () – Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in ist im April noch einmal höher gewesen als beim erst im März erreichten Rekordwert. Das teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag mit. Für die kommenden Monate sei zudem „keine Entspannung in Sicht“, wie es hieß.

Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland liegt laut IWH im April bei 1.776, das sind 3 Prozent mehr als im März und 10 Prozent mehr als im April 2025. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen April der Jahre 2016 bis 2019 – also vor der Corona-Pandemie – liegt die aktuelle Zahl um satte 82 Prozent höher.

Damit lag die Zahl der insolventen Personen- und Kapitalgesellschaften im April so hoch wie seit Juni 2005 nicht mehr. Damals waren 1.859 Insolvenzen gezählt worden. Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung, geht auf Basis seiner Zahlen davon aus, „dass bis einschließlich Juli mit sehr hohen Insolvenzzahlen zu rechnen ist“.

Neue Höchstwerte waren im April in den Bereichen Hotel und Gastronomie sowie Grundstücks- und Wohnungswesen zu verzeichnen. Beim Handel und den Dienstleistungen wurden neue Höchstwerte nur knapp verfehlt. Eine regionale Aufschlüsselung zeigt Rekordwerte in und , wobei sich der Anstieg der Zahl in Berlin durch ungewöhnlich viele Hotelinsolvenzen erklären lasse, so das IWH.

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Im April waren in den größten 10 Prozent der insolventen Unternehmen knapp 20.000 Arbeitsplätze betroffen – damit liegt die Zahl der betroffenen Beschäftigten deutlich über der im März (+43 Prozent) und im Vorjahresmonat (+39 Prozent) und sogar bei mehr als dem Doppelten (+112 Prozent) des April-Durchschnitts der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019. Die hohe Zahl betroffener Arbeitsplätze im April gehe allerdings auch auf zwei Großinsolvenzen im Handel mit insgesamt knapp 6.000 Jobs zurück, so das IWH.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Amtsgericht (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zahl der Insolvenzen im April: 1.776, 3% mehr als im März, 10% mehr als im April 2025
  • Rekordwerte in den Bereichen Hotel, Gastronomie sowie Grundstücks- und Wohnungswesen
  • Knapp 20.000 Arbeitsplätze in den größten 10% der insolventen Unternehmen betroffen, +43% im Vergleich zu März

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland
  • Zahl: 1.776 Insolvenzen im April, 10% mehr als im April 2025, 82% höher als der Durchschnitt von 2016-2019
  • Regionen: Rekordwerte in Berlin und Bayern, stark betroffen auch Hotel- und Gastronomiebereich

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Anstieg der Insolvenzen von 3 Prozent im April im Vergleich zu März
  • 82 Prozent höhere Insolvenzen im Vergleich zu durchschnittlichem April 2016-2019
  • Rekordzahlen in Hotel, Gastronomie, Grundstücks- und Wohnungswesen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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