Linke fordert Digitalisierungsoffensive für Hamburger Staatsarchiv

6. Mai 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Kritik an Archivzuständen in Hamburg

() – Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hat scharfe Kritik an den Zuständen im Hamburger Staatsarchiv geübt. Wie der erinnerungspolitische Sprecher Marco Hosemann am Mittwoch mitteilte, sei die Auslagerung wichtiger Aktenbestände nach Stade ein Skandal.

Die Fraktion fordert in einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung am Donnerstag unter anderem eine eigene Digitalisierungsstraße und einen Shuttle-Service für Forscher.

Hintergrund der Kritik ist die Verlagerung großer und forschungsrelevanter Aktenbestände in das Niedersächsische Landesarchiv nach Stade zum Jahresanfang. Die Nutzer seien erst wenige Tage vor der Weihnachtsschließung informiert worden, was laufende Recherchen erheblich erschwert habe.

Zudem seien die Bestände erst ab März nach und nach wieder nutzbar gewesen. Nach Angaben der Linksfraktion sind von den 3.007 Beständen des Staatsarchivs lediglich fünf vollständig digitalisiert.

Hosemann kritisierte, dass der Senat offenbar nicht aus Fehlern der Vergangenheit wie dem Kassationsskandal 2018 gelernt habe.

Die Fraktion fordert neben der beschleunigten Digitalisierung und einem Aktenshuttle auch die Einrichtung einer Expertenkommission, die künftig verbindlich bei Planungen einbezogen werden soll. Der Senat solle zudem bis Dezember über den Umsetzungsstand berichten.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Aktenordner in einer Verwaltung (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Auslagerung wichtiger Aktenbestände nach Stade wird als Skandal betrachtet.
  • Antrag fordert eigene Digitalisierungsstraße und Shuttle-Service für Forscher.
  • Senat soll bis Dezember über Umsetzungsstand berichten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Wissenschaftler und Forscher, Hamburgische Bürgerschaft
  • Regionen: Hamburg, Stade (Niedersachsen)
  • Fristen: Bericht des Senats bis Dezember, Aktenbestände wieder nutzbar ab März, nur 5 von 3.007 Beständen digitalisiert

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Auslagerung wichtiger Aktenbestände nach Stade
  • Mangelnde Information der Nutzer über die Verlagerung
  • Unzureichende Digitalisierung der Aktenbestände

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einrichtung einer eigenen Digitalisierungsstraße
  • Einführung eines Shuttle-Services für Forscher
  • Bildung einer Expertenkommission zur festen Einbeziehung bei Planungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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