Migrationsforscher kritisiert Dobrindts Asylpolitik

8. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Migrationspolitik in Deutschland und Europa

() – Der Migrationsforscher Gerald Knaus hat die von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor einem Jahr angeordneten Zurückweisungen von Asylbewerbern an den deutschen Binnengrenzen grundsätzlich kritisiert.

Die Asylanträge in seien im Vergleich zum Jahr 2024 dramatisch zurückgegangen, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Das liege allerdings vor allem an der Entwicklung in Syrien und dem Sturz von Baschar al-Assad im Dezember 2024 sowie dem darauffolgenden Rückgang syrischer Flüchtlinge in der gesamten EU, und nicht an der Berliner Politik. In den letzten Jahren vor 2024 hätten 80 Prozent aller Syrer in der gesamten EU nur in Deutschland und Schutz erhalten. Den Rückgang spürten diese beiden Länder nun am meisten, so Knaus.

„Statt diese positive Entwicklung als große Chance für eine nachhaltige, humane Kontrolle der irregulären Migration in die EU zu nutzen, setzt die Regierung seit Mai 2025 vor allem auf Symbolpolitik an der deutschen Binnengrenze: Zurückweisungen nach Österreich, , die „, kritisierte der Wissenschaftler. Das Instrument, das 2015 unter allen Parteien nur die AfD forderte, sei klar europarechtswidrig, nicht nachhaltig und habe trotz großem Aufwand nur wenig Wirkung.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Verkehrskontrolle an der Grenze zu Polen (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Knaus kritisiert Zurückweisungen von Asylbewerbern an deutschen Binnengrenzen.
  • Asylanträge in Deutschland sind 2024 dramatisch zurückgegangen, vor allem aufgrund der Lage in Syrien.
  • Regierung setzt seit Mai 2025 auf Symbolpolitik statt nachhaltiger Lösungen in der Migrationskontrolle.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: Asylbewerber, insbesondere syrische Flüchtlinge
  • Regionen: Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz
  • Zahlen/Fristen/Zeiträume: Rückgang der Asylanträge seit 2024, Entwicklung in Syrien und Sturz von Baschar al-Assad im Dezember 2024, Kritik an Maßnahmen seit Mai 2025

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rückgang der Asylanträge in Deutschland aufgrund der Situation in Syrien und dem Sturz von Baschar al-Assad.
  • Mehrheit der syrischen Flüchtlinge suchte bis 2024 Schutz in Deutschland und Österreich.
  • Kritik an der deutschen Politik: Fokus auf Symbolpolitik und nicht auf nachhaltige Lösungen bei Migration.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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