Bundesrat lehnt 1.000 Euro "Entlastungsprämie" ab

8. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politische Entwicklungen in Berlin 2026

() – Der Bundesrat hat die kürzlich vom Bundestag beschlossene „Entlastungsprämie“ in Höhe von 1.000 Euro abgelehnt. Die Maßnahme erzielte am Freitag in der Länderkammer nicht die nötige Mehrheit.

Damit kann die Maßnahme vorerst nicht in Kraft treten. Die sogenannte „Entlastungsprämie“ sollte es Arbeitgebern ermöglichen, ihren Beschäftigten steuer- und abgabenfrei bis zum 30. Juni 2027 eine Prämie von bis zu 1.000 Euro auszuzahlen. Die Zahlung sollte zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgen.

Die Prämie ist Teil eines Maßnahmenpakets, das die Bundesregierung als Reaktion auf die finanziellen Belastungen der Bürger durch den Irankrieg auf den Weg gebracht hat. Dazu gehört auch der sogenannte „Tankrabatt“, den der Bundesrat Ende April in einer Sondersitzung gebilligt hatte.

Die Länder wiesen zudem darauf hin, dass die „Entlastungsprämie“ zu Steuerausfällen in Höhe von geschätzten 2,8 Milliarden Euro führen würde. Nach derzeitigem Stand seien diese Steuerausfälle zu fast zwei Dritteln von den Haushalten der Länder und Kommunen zu tragen, ohne dass dafür eine Gegenfinanzierung oder sonstige Form der Kompensation vorgesehen sei.

Siehe auch:  Wadephul: Ukraine-Krieg bleibt größte Herausforderung für Europa
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sitzung des Bundesrates am 08.05.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesrat hat die "Entlastungsprämie" von 1.000 Euro abgelehnt
  • Maßnahme erzielt nicht die nötige Mehrheit
  • Schätzung von Steuerausfällen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro, die hauptsächlich von Ländern und Kommunen getragen werden müssten

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Beschäftigte von Arbeitgebern in Deutschland
  • Prämie von bis zu 1.000 Euro bis zum 30. Juni 2027
  • Geschätzte Steuerausfälle von 2,8 Milliarden Euro für Länder und Kommunen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ablehnung der "Entlastungsprämie" im Bundesrat aufgrund mangelnder Mehrheit
  • Finanzielle Belastungen der Bürger durch den Irankrieg als Auslöser für die Maßnahme
  • Bedenken wegen Steuerausfällen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro, die von Ländern und Kommunen getragen werden müssten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesrat hat die "Entlastungsprämie" abgelehnt.
  • Maßnahme kann vorerst nicht in Kraft treten.
  • Länder weisen auf Steuerausfälle in Höhe von 2,8 Milliarden Euro hin.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH