SPD-Flügel fordert frühere Grundrente gegen Altersarmut
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Herausforderungen der Altersarmut in Berlin
Berlin () – Der Seeheimer Kreis in der SPD-Bundestagsfraktion fordert eine Absenkung der Mindestbeitragsjahre für die Grundrente auf 25 Jahre, um die überdurchschnittliche Altersarmut bei Frauen zu bekämpfen.
Das geht aus einem Strategiepapier hervor, über das der „Stern“ berichtet. Zudem verlangt der konservative Flügel der SPD-Fraktion, dass unbezahlte Sorgearbeit grundsätzlich stärker in der Rentenberechnung anerkannt wird und die Rentenpunkte für Kinder deutlich erhöht werden.
Die Seeheimer argumentieren, dass insbesondere Frauen wegen Teilzeitphasen und unterbrochener Erwerbsverläufe die bisher erforderliche Schwelle für die Grundrente häufig nicht erreichten. Dadurch seien sie trotz jahrzehntelanger Arbeit im Alter armutsgefährdet. Der Seeheimer Kreis will vor diesem Hintergrund auch die Rentenpunkte „für jedes Kind deutlich erhöhen“ und einen Rentenbonus für drei oder mehr Kinder einführen. Durch die geforderte Absenkung der Mindestbeitragsjahre auf 25 Jahre würde der Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich erweitert.
Unterbrochene Erwerbsverläufe und Teilzeit über viele Jahre führten zu struktureller Altersarmut, heißt es in dem Papier mit dem Titel „Frauen fördern für eine starke Demokratie“. Heute seien 21,6 Prozent der Frauen ab 65 Jahren armutsgefährdet, demgegenüber stünden 17,1 Prozent der Männer. „Die Teilzeitfalle von heute ist die Altersarmut von morgen“, heißt es weiter. Unterbrochene Erwerbsbiografien durch Care-Arbeit akkumulierten sich zu einem Gender Pension Gap von 46 Prozent. Die Gender Pension Gap beschreibt die prozentuale Rentenlücke zwischen Männern und Frauen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Seniorin (Archiv) |
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