BSW warnt vor Übernahme des Mercedes-Werks in Ludwigsfelde durch Panzerbauer KNDS
Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftspolitik und Rüstungsindustrie in Brandenburg
Potsdam () – Das BSW warnt vor einer Übernahme des Mercedes-Werks in Ludwigsfelde durch den Panzerbauer KNDS. „Dass ausgerechnet im traditionsreichen Mercedes-Werk in Ludwigsfelde künftig Panzer vom Band rollen sollen, ist ein Sinnbild für eine völlig aus dem Ruder gelaufene Wirtschafts- und Sicherheitspolitik“, sagte die Vorsitzende des BSW Brandenburg, Friederike Benda, am Montag.
Natürlich brauchten Deutschland und Europa eine angemessene Verteidigungsfähigkeit – aber wer den Niedergang der Autoindustrie nutze, um hier eine Panzerproduktion anzusiedeln, mache Brandenburgs Wohlstand von Kriegskonjunkturen abhängig. „Jahrzehntelang wurde bei Brücken, Straßen, Schulen und Krankenhäusern gespart – jetzt sollen hunderte Milliarden in die Taschen der Rüstungskonzerne fließen, obwohl die europäischen NATO-Staaten Russland bei den Militärausgaben schon heute deutlich übertreffen.“
Unter dem Motto „Rüstung statt Automobilindustrie“ verspiele die Bundesregierung die industrielle Zukunft des Landes – und die Brandenburger Landesregierung mache bereitwillig mit, so Benda.
„Wir müssen im Land und Bund in Schienenfahrzeugbau, Halbleiter, Energiewende und moderne Infrastruktur investieren. Es muss Sicherheit für die Beschäftigten vor Ort geschaffen werden. Die Landesregierung muss sich dafür einsetzen, dass das Werk in Ludwigsfelde für zivile Produktion erhalten bleibt.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friederike Benda (Archiv) |
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