Studie: Studenten nutzen KI mit gemischten Gefühlen
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: KI-Einsatz unter deutschen Studenten
Frankfurt () – Die Mehrheit der Studenten in Deutschland setzt beim akademischen Schreiben Künstliche Intelligenz (KI) ein, hat aber zugleich Bedenken wegen möglicher Kompetenzverluste. Das hat eine deutschlandweite Studie des Schreibzentrums der Goethe-Universität Frankfurt ergeben, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte. Befragt wurden 4.048 Studierende.
Demnach nutzen 89 Prozent der Befragten KI-Tools wie ChatGPT oder Deepl, vor allem für den thematischen Einstieg, zur Ideenfindung und zur sprachlichen Überarbeitung. Gleichzeitig fürchten 45,5 Prozent, kritisches Denken zu verlernen, und etwas mehr als die Hälfte hat das Gefühl, durch die Nutzung weniger selbst geleistet zu haben. Rund 92 Prozent fühlen sich dennoch für ihre Texte verantwortlich, und 78 Prozent empfinden Schreiben als sinnvoll für die Gedankenentwicklung.
Die Studie zeigt jedoch eine Diskrepanz zwischen Einstellung und Verhalten: 72 Prozent der Studierenden lassen sich demnach dazu verleiten, KI auch für Aufgaben komplett zu übernehmen, etwa beim Lesen. Gründe seien Zeit- und Notendruck sowie Schreibschwierigkeiten. Die Studienautorin Nora Hoffmann warnte, dass viele Studierende noch ein Gespür für den Wert des Schreibens ohne KI hätten, dies sich aber ändern könne. Sie empfiehlt den Hochschulen, fachspezifische Regeln zum KI-Einsatz zu entwickeln und die Vermittlung von Schreib- und Lesekompetenzen zu stärken.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Studenten in einer Bibliothek (Archiv) |
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- 89 Prozent der Befragten nutzen KI-Tools für den thematischen Einstieg, Ideenfindung und sprachliche Überarbeitung.
- 45,5 Prozent der Studenten befürchten, kritisches Denken zu verlernen.
- 72 Prozent der Studierenden lassen KI auch Aufgaben komplett übernehmen, hauptsächlich aufgrund von Zeit- und Notendruck.
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- 4.048 Studenten in Deutschland, 89% nutzen KI-Tools
- 45,5% fürchten Kompetenzverluste, 72% lassen KI Aufgaben übernehmen
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- Entwicklung fachspezifischer Regeln zum KI-Einsatz an Hochschulen
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