Grüne legen Sondervotum zum Weihnachtsmarkt-Untersuchungsausschuss vor

19. Mai 2026

Regional - Sachsen-Anhalt - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Untersuchung zum Weihnachtsmarkt-Anschlag Magdeburg

() – Die Landtagsfraktion der Grünen in hat ein Sondervotum zum Abschlussbericht des 21. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zum Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt vorgelegt. Das teilte der Obmann der Fraktion im Untersuchungsausschuss, Sebastian Striegel, am Dienstag mit.

Die Grünen widersprechen darin dem Narrativ der Koalitionsfraktionen, der Anschlag vom 20. Dezember 2024 sei nicht zu verhindern gewesen.

Nach Ansicht der Grünen wurde die Tat durch Fehler und Versäumnisse begünstigt. Striegel erklärte, die Verantwortlichen der Stadt Magdeburg, der Weihnachtsmarkt GmbH und der Polizei hätten das Szenario eines langsam einfahrenden und dann beschleunigenden Attentäters in einem Pkw nicht bedacht.

Das Konzept einer „Mobilen Sperre“ sei daher wirkungslos gewesen. Zudem hätten die fachlichen und organisatorischen Strukturen innerhalb der Landespolizei nicht ausgereicht, um die Gefährlichkeit von Menschen mit Gewaltpotenzial professionell einzuschätzen.

Die Fraktion fordert die Einführung eines Fachstrangs „Ganzheitliches Bedrohungsmanagement“ innerhalb der Landespolizei.

Striegel betonte, dass nicht neue gesetzliche Befugnisse, sondern eine Kultur der Aufmerksamkeit und der Verantwortungsübernahme nötig seien. Er kritisierte, dass es bisher an Zeichen der Verantwortungsübernahme durch die Stadt Magdeburg, die Landesregierung und die zuständigen Behörden mangele.

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Dies sei jedoch entscheidend, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Grüne Fraktion in Sachsen-Anhalt legt Sondervotum zum Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses vor.
  • Widerspruch zu Koalitionsfraktionen, die Anschlag als nicht verhinderbar betrachten; Fehler und Versäumnisse verantwortlich.
  • Forderung nach Einführung eines Fachstrangs „Ganzheitliches Bedrohungsmanagement“ innerhalb der Landespolizei.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Landtagsfraktion der Grünen in Sachsen-Anhalt, Stadt Magdeburg, Weihnachtsmarkt GmbH, Polizei
  • stark: Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt, 20. Dezember 2024
  • Forderungen: Einführung eines Fachstrangs „Ganzheitliches Bedrohungsmanagement“, Kultur der Aufmerksamkeit und Verantwortungsübernahme

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Fehler und Versäumnisse der Verantwortlichen in Stadt und Polizei
  • Unzureichende Beurteilung der Gefährlichkeit von Personen mit Gewaltpotenzial
  • Fehlendes Konzept für Mobilen Sperren und mangelnde Verantwortungsübernahme

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung eines Fachstrangs „Ganzheitliches Bedrohungsmanagement“ innerhalb der Landespolizei
  • Forderung nach einer Kultur der Aufmerksamkeit und Verantwortungsübernahme
  • Mangelnde Zeichen der Verantwortungsübernahme durch Stadt Magdeburg und zuständige Behörden erkennen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH