Wirtschaftsminister Tonne fordert entschlossene Industriepolitik für Gießerei-Standort Deutschland
Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Industriepolitik und Gießerei in Niedersachsen
Göttingen () – Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne hat auf dem Deutschen Gießereitag 2026 in Göttingen eine entschlossene Industriepolitik für den Gießerei-Standort Deutschland gefordert. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen am Mittwoch mit.
Die Branche leide unter hohen Energiekosten, unfairem internationalen Wettbewerb und abnehmender Verfügbarkeit von Schrotten.
Tonne betonte die strategische Bedeutung der Gießerei-Industrie für die industrielle Wertschöpfung und wirtschaftliche Souveränität. „Die Lage der Gießerei-Industrie ist ernst. Viele Unternehmen stehen unter enormem Druck durch hohe Energiepreise, unfairen internationalen Wettbewerb, zunehmenden Protektionismus und gleichzeitig enorme Transformationsanforderungen“, sagte Tonne.
Die Branche stehe am Anfang zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten und sei unverzichtbar für Fahrzeugbau und Maschinenbau.
Die Gießerei-Industrie fordert unter anderem dauerhaft wettbewerbsfähige Energiekosten, einen wirksamen Schutz vor Carbon Leakage und fairere internationale Wettbewerbsbedingungen. Zwischen 2018 und 2025 sank die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Gießerei-Industrie von 80.000 auf 61.500, die Produktion ging von 5,5 auf 3,3 Millionen Tonnen zurück.
In Niedersachsen gibt es rund 30 Gießerei-Unternehmen mit einem Branchenumsatz von etwa einer Milliarde Euro.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Grant Hendrik Tonne (Archiv) |
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