EU beschließt schärferen Schutz für Stahlindustrie – Niedersachsen begrüßt Maßnahmen
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Wirtschaftsschutz der Stahlindustrie in Niedersachsen
Hannover () – Das Europäische Parlament hat schärfere Maßnahmen zum Schutz der europäischen Stahlindustrie beschlossen. Künftig sollen deutlich geringere Mengen Stahl zollfrei in die Europäische Union eingeführt werden.
Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, hat diese Entscheidung begrüßt.
Die neuen Regelungen sehen vor, die zollfreie Einfuhrmenge auf rund 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr zu begrenzen. Für darüber hinausgehende Importe sollen Strafzölle von bis zu 50 Prozent greifen.
Ziel ist es, europäische Hersteller wirksamer vor günstigen Importen insbesondere aus Asien zu schützen und den Binnenmarkt zu stabilisieren. „Europa zieht damit endlich die richtigen Konsequenzen aus globalen Überkapazitäten und jahrelangem Preisdumping. Das ist ein klarer Schritt hin zu fairen Wettbewerbsbedingungen und ein wichtiges Signal für die Industrie insgesamt“, erklärte Tonne.
Für Niedersachsen habe die Entscheidung eine besondere Bedeutung, da es sich um eine Schlüsselindustrie mit zentraler Bedeutung für Wertschöpfung, Innovation und Beschäftigung handele, so der Minister.
Er verwies auf die großen Stahlstandorte und eng verflochtenen Industrien wie die Automobil- und Energiewirtschaft. Zugleich betonte Tonne, dass der Schutz vor Dumpingimporten eine zentrale Voraussetzung für die Transformation hin zu klimaneutralem Stahl sei.
Er forderte eine zügige Umsetzung der neuen Regeln durch die Mitgliedstaaten, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Stahlproduktion (Archiv) |
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