Wildberger: TKG-Novelle soll Glasfaserausbau beschleunigen
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Telekommunikation: Ausbau der Infrastruktur in Berlin
Berlin () – Gut ein Jahr nach der ersten Bundestagsbefassung soll die erwartete Novelle des Telekommunikationsgesetzes kommenden Mittwoch im Kabinett beschlossen werden.
Die Bundesregierung sorge damit für „mehr Tempo und weniger Bürokratie“ beim Ausbau der digitalen Infrastruktur, sagte Digitalminister Karsten Wildberger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. Der CDU-Politiker reagierte damit auch auf den jüngst veröffentlichten Monitoringbericht zum 500-Milliarden-Sondervermögen. Darin steht, dass für den Breitbandausbau 1,6 Milliarden Euro weniger als vorgesehen ausgegeben wurden.
„Die Ausbauprojekte dauern zu lange“, räumte Wildberger ein. Das Geld fließe erst beim Erreichen bestimmter Bauphasen ab, daher komme es hier häufig zu Verzögerungen. „Aber das Thema gehen wir an“, sagte der Minister mit Blick auf den bevorstehenden Kabinettsbeschluss.
Eine maßgebliche Rolle spielen beim Ausbau die Netze innerhalb von Mietshäusern, denn die Internetzugänge sind nur dann besonders schnell, wenn die Glasfaserleitungen bis in die Wohnungen verlegt werden. Zahlreiche Verbände laufen bereits Sturm dagegen und wittern unter anderem einen Eingriff in Grundrechte. Ein anderer heikler Punkt ist die Marktstellung der Deutschen Telekom. Der frühere staatliche Monopolist will seine Marktanteile im Glasfasermarkt weiter ausbauen. Die Rivalen in der Branche sind alarmiert.
Wildberger räumte vor diesem Hintergrund ein, dass die Nachfrage ein Problem bleibe. „Nur etwa ein Viertel der Haushalte entscheiden sich für Glasfaser, wenn es verfügbar ist“, sagte er. Viele blieben beim Kupfer, weil es oft günstiger sei. „Wir müssen hier das Verhältnis von Verbraucherschutz, Preiswürdigkeit, Sicherheit und Qualität neu ausbalancieren“, sagte der Minister.
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- 1,6 Milliarden Euro weniger wurden für den Breitbandausbau ausgegeben als geplant; Verzögerungen bei Ausbauprojekten
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