Linke in MV kritisiert Dobrindts Pläne zu Abschiebungen nach Afghanistan

5. Dezember 2025

Mecklenburg-Vorpommern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Migrationspolitik in Mecklenburg-Vorpommern

() – Die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag , Steffi Pulz-Debler, hat die Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt scharf kritisiert, Abschiebungen nach fortzuführen und auszuweiten. Sie wirft der Bundesregierung vor, sich mit solchen Vorschlägen politisch immer weiter nach rechts zu bewegen, um der AfD das Wasser abzugraben, und dabei die Grenzen des Verantwortbaren zu überschreiten.

Pulz-Debler bezeichnete es als Skandal, dass die Bundesregierung direkte Kontakte zu den Taliban aufgenommen habe und diesen Zugang zu afghanischen Auslandsvertretungen gewähre.

Dadurch würden afghanische Staatsangehörige, insbesondere Frauen, gezwungen, ihre Angelegenheiten in einem von einem ‚terroristischen Regime‘ geprägten Umfeld zu klären. Die Union ermögliche damit Vertretern eines solchen Regimes Zugang zu staatlichen Räumen, arbeite aber gleichzeitig mit dem rhetorischen Bild, Geflüchtete seien eine Bedrohung.

Besonders verurteilt die Linken-Politikerin, dass Dobrindt auch die Abschiebung afghanischer Frauen nicht mehr ausschließen wolle.

Sie verwies auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober 2024, wonach afghanische Frauen aufgrund systematischer Geschlechterverfolgung grundsätzlich Anspruch auf Schutz in der EU hätten. Wer im Namen eines christlichen Menschenbildes Politik mache, aber Frauen in ein Terrorregime zurückschicken wolle, stelle das ‚C‘ im Parteinamen der Union infrage, so Pulz-Debler.

Siehe auch:  Radfahrerin in Köln-Ossendorf tödlich verunglückt

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alexander Dobrindt (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Steffi Pulz-Debler kritisiert die Pläne von Alexander Dobrindt, Abschiebungen nach Afghanistan fortzuführen.
  • Bundesregierung hat direkte Kontakte zu den Taliban aufgenommen und gewährt Zugang zu afghanischen Auslandsvertretungen.
  • Dobrindt schließt auch Abschiebungen afghanischer Frauen nicht mehr aus.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, betrifft afghanische Staatsangehörige, insbesondere Frauen
  • Geplante Abschiebungen, Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Oktober 2024
  • Kritisch für politisch rechte Bewegung, Zielgruppen: Geflüchtete, insbesondere Frauen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Fortführung und Ausweitung von Abschiebungen nach Afghanistan
  • Politische Bewegung der Bundesregierung nach rechts, um der AfD entgegenzuwirken
  • Direkte Kontakte zu den Taliban und Zugang zu afghanischen Auslandsvertretungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Abschiebungen nach Afghanistan fortführen und ausweiten
  • Direkte Kontakte zu den Taliban aufnehmen und Zugang zu afghanischen Auslandsvertretungen gewähren
  • Abschiebung afghanischer Frauen nicht mehr ausschließen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH