Koalition uneins über Wahlrechtsreform
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Wahlrechtsreform und Koalitionsverhandlungen in Berlin
Berlin () – Die von Union und SPD eingesetzte Kommission zur Evaluation des Wahlrechts kann den ursprünglich vorgesehenen Zeitplan nicht einhalten. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise.
Dem Vernehmen nach hat die Koalition die von der Union gewünschte Reform der jüngsten Wahlrechtsänderungen mit der von der SPD geforderten Schuldenbremsenreform verbunden. Im Koalitionsvertrag hatte Schwarz-Rot festgehalten, noch im Jahr 2025 Vorschläge für ein neues Wahlrecht zu unterbreiten.
Aus Koalitionskreisen hieß es nun, dass Union und SPD auf Ergebnisse der Wahlrechtskommission im Februar hoffen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr gute Ergebnisse vorlegen werden“, sagte Kommissionsmitglied und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann der Zeitung. „Die Wahlrechtskommission hat die verantwortungsvolle Aufgabe, das undemokratische und in Teilen verfassungswidrige Wahlrecht der Ampel zu reparieren.“
Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger (CDU), ist ebenfalls Mitglied der Kommission. Er sagte, die Kommission befinde sich im Arbeitsmodus und werde zeitnah im neuen Jahr Vorschläge vorlegen. „Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie alle Wahlkreissieger ins Parlament einziehen können, damit alle Wahlkreise einen eigenen Bundestagsabgeordneten haben, ohne dabei den Bundestag zu vergrößern“, sagte Bilger der Zeitung.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, sieht einen anderen Schwerpunkt. „Für uns ist wichtig, dass der Bundestag nicht wesentlich größer wird und dass wir zu einem deutlich höheren Frauenanteil kommen“, sagte das Kommissionsmitglied. „Dazu sind wir nach wie vor in guten Gesprächen“, so Fechner.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Stimmzettel zur Bundestagswahl 2025 (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Wahlrechtskommission kann ursprünglichen Zeitplan nicht einhalten.
- Reform der Wahlrechtsänderungen mit Schuldenbremsenreform verbunden.
- Ergebnisse der Kommission werden im Februar 2024 erwartet.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Union und SPD, Wahlrechtsreform, Zielzeitraum 2025
- Gesamte Bundestag, Frauenanteil, Vorschläge im Februar 2024
- Koalitionsvertrag, Wahlkreisvertretung, Zusammenarbeit beider Parteien
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Verzögerung bei der Evaluation des Wahlrechts durch die Kommission von Union und SPD
- Verbindung von Wahlrechtsreform mit Schuldenbremsenreform
- Unterschiedliche Prioritäten innerhalb der Koalition bezüglich Wahlkreissystem und Frauenanteil im Bundestag
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Wahlrechtskommission hofft auf Ergebnisse im Februar
- Vorschläge für ein neues Wahlrecht sollen zeitnah im neuen Jahr präsentiert werden
- Veränderung der Wahlkreise ohne Vergrößerung des Bundestages im Fokus
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026
