Wolf im Jagdrecht – NRW-Umweltminister fordert Nachbesserungen

27. Dezember 2025

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Wolf und Jagdrecht: NRW-Politik im Fokus

() – NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) bezeichnet den Beschluss der Bundesregierung, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, als „Symbolpolitik“ und fordert Nachbasserungen.

„Dass der Wolf bundesweit ins Jagdrecht kommen soll, ist eher Symbolpolitik. In anderen Bundesländern war er das auch bisher schon, einfacher gemacht hat das dort aber auch nichts“, sagte Krischer der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

In der Situation in NRW werde die Neuerung wenig helfen, prognostizierte er. „Denn der Wolf ist nach wie vor eine geschützte Art. Daran ändert das Jagdrecht nichts. Ein unkontrolliertes Abschießen würden Gerichte sofort stoppen“, so der Minister.

„Was wir brauchen – und das scheint mir der Gesetzentwurf aus bisher nicht zu leisten – ist eine praktikable Lösung, wie wir Wölfe, die erhebliche Schäden verursachen, rechtssicher entnehmen können“, forderte er.

„Die Bundesregierung muss konkrete Kriterien dafür festlegen, wann ein Wolf wegen Schäden, die er anrichtet, getötet werden darf. Genau das bleibt im Gesetzentwurf aber unklar.“

Der Umweltminister betonte, dass die Mehrzahl der Wölfe gar keine Probleme verursachen. Diese Tiere, so Krischer, „sollen in unseren Wäldern wie andere Wildtiere auch weiterleben können“.

Siehe auch:  Mehrere Straftaten und Unfälle im Raum Cloppenburg

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jägersitz (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • NRW-Umweltminister Oliver Krischer bezeichnet den Beschluss, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, als "Symbolpolitik".
  • Krischer fordert klare Kriterien für die rechtssichere Entnahme von Wölfen, die Schäden verursachen.
  • Er argumentiert, dass die Mehrheit der Wölfe keine Probleme verursacht und weiterhin in Wäldern leben soll.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne)
  • Wolf als geschützte Art, bundesweite Regelung im Jagdrecht
  • Bedarf an konkreten Kriterien für die Entnahme von schadensverursachenden Wölfen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Bundesregierung will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen, wird als Symbolpolitik betrachtet
  • Unzureichende Regelungen im Gesetzentwurf zur Entnahme problematischer Wölfe
  • Mehrheit der Wölfe verursacht keine Schäden und soll geschützt bleiben

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kritik am Beschluss der Bundesregierung als Symbolpolitik
  • Forderung nach konkreten Kriterien für die Tötung von schadensverursachenden Wölfen
  • Betonung auf rechtssichere Entnahme von problematischen Wölfen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH