Wagenknecht wirft EU bei Ukraine "Realitätsverlust" vor

28. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politische Spannungen im Ukraine-Konflikt

() – Kurz vor den Gesprächen über einen möglichen Waffenstillstand in der zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wirft BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und anderen EU-Regierungschefs eine bewusste Verlängerung des Krieges und „Realitätsverlust“ vor.

„Die Verhandlungsposition Kiews ist heute so schlecht wie noch nie“, sagte Wagenknecht der „Bild“. „Dafür tragen nicht zuletzt europäische Politiker wie Merz, Starmer und Macron die Verantwortung. Wer immer wieder Positionen in sogenannte Friedensverträge hinein verhandelt, von denen er weiß, dass sie für Moskau unannehmbar sind, stärkt jene Kräfte in Russland, die angesichts des militärischen Vormarsches der russischen Truppen jetzt auch keine Kompromisse mehr wollen.“

Wagenknecht behauptet, die jüngst vereinbarten zusätzlichen 90 Milliarden der EU für die Ukraine seien „Kriegsverlängerungsschulden, für die in Zukunft vor allem der deutsche Steuerzahler blechen muss“. Der „völlige Realitätsverlust in einigen europäischen Hauptstädten ist hochgefährlich, denn er trägt das Risiko einer Eskalation zu einem großen europäischen Krieg in sich“, fügte sie hinzu.

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel sieht die Verhandlungen unterdessen in einer entscheidenden Phase. Kurz vor Beginn des Treffens von Trump mit Selenskyj sagte Weidel der „Bild“, dass „die historische Chance besteht, dass Friedensverhandlungen in greifbarer Nähe sind und es endlich zum Ende des Krieges kommen kann“.

Weidel wies zugleich Vorwürfe zurück, jüngste Äußerungen von Russlands Präsident Wladimir Putin über eine Fortsetzung des Krieges seien eine klare Absage an einen Friedensplan. „Aus meiner Sicht ist es wenig hilfreich, einer Kriegspartei zu unterstellen, sie sei nicht bereit, sich an den Verhandlungstisch zu begeben“, sagte Weidel. „Uns Europäern sollte als erstes der Frieden am Herzen liegen, weshalb ich große Hoffnung in die Bemühungen des amerikanischen Präsidenten lege.“ Es sei „oberste Priorität für alle Seiten, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen und somit ein solides Fundament für einen dauerhaften Frieden zu schaffen, der die Sicherheitsinteressen Russlands und der Ukraine berücksichtigt“, so Weidel.

Siehe auch:  Mehrheit sieht in Freihandelsabkommen vor allem Vorteile für Europa
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sahra Wagenknecht (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Sahra Wagenknecht wirft Bundeskanzler Friedrich Merz und anderen EU-Regierungschefs eine bewusste Verlängerung des Ukraine-Kriegs vor.
  • Wagenknecht bezeichnet die neuen 90 Milliarden Euro der EU für die Ukraine als "Kriegsverlängerungsschulden".
  • Alice Weidel sieht die Verhandlungen zwischen Trump und Selenskyj als historische Chance für Friedensverhandlungen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind europäische Politiker, insbesondere Friedrich Merz (CDU), Keir Starmer und Emmanuel Macron.
  • Zielgruppe sind deutsche Steuerzahler, die für zusätzliche EU-Finanzhilfe aufkommen müssen.
  • Zeitrahmen beziehen sich auf aktuelle Friedensverhandlungen und anstehende Gespräche zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Vorwurf an europäische Politiker, den Krieg zu verlängern und Realitätsverlust zu zeigen
  • Schlechte Verhandlungsposition der Ukraine aufgrund der Positionen, die für Russland unannehmbar sind
  • Sorge um Eskalation und mögliche größere europäische Konflikte durch falsches Handeln der EU-Regierungschefs

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Vorwürfe an Bundeskanzler Friedrich Merz und EU-Regierungschefs wegen bewusster Kriegsverlängerung.
  • Forderung nach realistischen Friedensverhandlungen.
  • Finanzierung von Kriegsverlängerungsschulden durch die EU, die hauptsächlich den deutschen Steuerzahler belasten.

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