Silvesternacht in Rheinland-Pfalz mit mehr Straftaten und Bränden
Regional - Rheinland-Pfalz - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Silvesternacht in Rheinland-Pfalz 2023
Mainz () – Die Silvesternacht in Rheinland-Pfalz verlief nach einer ersten Bilanz des Innenministeriums überwiegend friedlich, war für Polizei und Rettungskräfte aber einsatzreich. Innenminister Michael Ebling dankte allen friedlichen Feiernden und den Einsatzkräften, zeigte sich jedoch über die gestiegene Zahl von Straftaten besorgt.
„Wir wollen friedlich feiern, dazu passen weder Übergriffe, noch Gewalt – nicht gegen andere Feierende und nicht gegen Einsatzkräfte‘, teilte er mit.
Die Polizei registrierte im Zusammenhang mit den Feiern 216 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, etwa doppelt so viele wie im Vorjahr (101). Es wurden 89 Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungen, 41 wegen Sachbeschädigungen und neun wegen Beleidigungen eingeleitet. Gegen Störer sprach die Polizei 115 Platzverweise aus. Ein Beamter wurde durch den Bewurf mit Feuerwerk verletzt. In Neuwied-Block kam es zu einer Schlägerei, bei der auch eine Schreckschusswaffe zum Einsatz kam. In Koblenz feierten gegen Mitternacht etwa 2.500 Menschen am Deutschen Eck, überwiegend friedlich. In Trier wurden an der Porta Nigra Feuerwerkskörper auf Personen geschossen.
Bei den Feuerwehren gab es einen typischen Anstieg der Einsätze. In den ersten sechs Stunden des neuen Jahres wurden 243 Brandeinsätze gezählt, darunter mehrere größere Schadensfeuer. In Kaiserslautern brannte ein Einfamilienhaus nach einem Gartenlaubenbrand, der Sachschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt. In Mainz-Finthen mussten 50 Personen nach einem Balkonbrand evakuiert werden. In Mainz-Hechtsheim geriet ein Reitstall in Brand, wobei eine fehlgeleitete Silvesterrakete als Ursache nicht ausgeschlossen wird. In Neuwied-Niederbieber brannte ein leerstehendes Haus, der Schaden liegt bei 100.000 bis 150.000 Euro.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizeiauto |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- 216 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten registriert, etwa doppelt so viele wie im Vorjahr (101).
- 89 Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungen, 41 wegen Sachbeschädigungen, 9 wegen Beleidigungen eingeleitet.
- 243 Brandeinsätze in den ersten sechs Stunden des neuen Jahres.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Feiernde, Polizei, Rettungskräfte, Feuerwehren
- Regionen: Rheinland-Pfalz, Neuwied, Koblenz, Trier, Kaiserslautern, Mainz
- Zahlen: 216 Straftaten, 89 Körperverletzungen, 243 Brandeinsätze, Sachschaden 200.000 Euro in Kaiserslautern, 100.000-150.000 Euro in Neuwied
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- gestiegene Zahl von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten
- Übergriffe und Gewalt gegen Feiernde und Einsatzkräfte
- Anstieg der Brandeinsätze durch Feuerwerkskörper und andere Ursachen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Erhöhung der Polizeipräsenz und Platzverweise gegen Störer
- Einleitung von 89 Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungen und 41 wegen Sachbeschädigungen
- Einsatz von Feuerwehr zur Bekämpfung zahlreicher Brandvorfälle und Evakuierungen
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