Verband zweifelt an Plan gegen Angriffe auf Rettungskräfte
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Herausforderungen im Rettungsdienst Berlin
Berlin () – Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst hat Zweifel geäußert, ob die geplanten Strafverschärfungen für Angriffe auf Helfer tatsächlich abschreckend wirken werden.
„Es gibt zwar die entsprechenden Gesetze, aber sie werden nicht angewendet“, sagte der Verbandsvorsitzende Frank Flake den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) über die schon jetzt geltende Rechtslage. Doch bis es zu Prozessen komme, dauere es Monate, manchmal Jahre. „Bis dahin ist das Geschehene schon fast vergessen.“
Das mögliche Strafmaß, das schon jetzt bei bis zu fünf Jahren liege, werde fast nie ausgereizt. „Den Vorschlag, jetzt den Strafrahmen zu erhöhen, halte ich deshalb für wenig zielführend“, sagte Flake. „Es würde reichen, wenn wir die existierenden Gesetze anwenden.“
Bei Angriffen auf Rettungskräfte spielten häufig erhöhter Alkoholkonsum und auch Drogen eine Rolle, so Flake. „Und es gibt eine gewissen Distanzlosigkeit“, sagte er. „Die Leute sind hemmungsloser, als sie es einmal waren.“
Ob die Zahl der Angriff auf Rettungskräfte tatsächlich gestiegen sei in den vergangenen Jahren, sei schwer zu beurteilen. „Was wir sicher sagen können: Diese Fälle werden jetzt besser erfasst und kommen jetzt mehr an die Öffentlichkeit.“
Auch in der vergangenen Silvesternacht war es in verschiedenen Städten in Deutschland zu Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte gekommen. Es seien aber nicht „außergewöhnliche viele“ gewesen, so der Verbandschef.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rettungswagen (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Zweifel an der Abschreckung durch geplante Strafverschärfungen für Angriffe auf Helfer
- Existierende Gesetze werden kaum angewendet, Prozesse dauern lange
- Anstieg der dokumentierten Fälle von Angriffen auf Rettungskräfte, aber keine außergewöhnliche Häufung in Silvesternacht
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- betrifft Rettungskräfte in Deutschland
- Zweifel an der Abschreckung durch geplante Strafverschärfungen
- existentielle Gesetze werden nicht angewendet; Prozesse dauern Monate bis Jahre
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Zweifel an der abschreckenden Wirkung von Strafverschärfungen
- Mangelnde Anwendung bestehender Gesetze und lange Prozessdauern
- Einfluss von Alkohol und Drogen auf das Verhalten der Angreifer
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
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- Keine Angabe
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