Deutscher Automarkt erholt sich etwas

6. Januar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Entwicklung des Automarkts in Deutschland 2025

() – Der deutsche Automarkt hat sich im Jahr 2025 etwas erholt. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden 2,9 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Das entspricht einer Steigerung von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember wurden 246.439 Pkw neu zugelassen und damit 9,7 Prozent mehr als im Dezember 2024.

66,1 Prozent (-0,6 Prozent) der Neuwagen wurden 2025 gewerblich und 33,6 Prozent (+5,1 Prozent) privat zugelassen. Die bevorzugten Farben beim Neuwagenkauf waren weiterhin Grau (32,4 Prozent), Schwarz (26,8 Prozent) und Weiß (18,6 Prozent).

Die deutschen Marken verzeichneten im Jahr 2025 überwiegend gestiegene Neuzulassungszahlen. BMW erreichte mit +8,9 Prozent das stärkste Plus und einen Anteil von 8,9 Prozent, dicht gefolgt von Ford mit +8,8 Prozent und einem Zulassungsanteil von 3,8 Prozent. Einstellige Zulassungssteigerungen konnten ebenfalls die Marken MAN (+8,2 Prozent/0,1 Prozent), Mini (+6,4 Prozent/1,2 Prozent), VW (+4,5 Prozent/19,6 Prozent), Audi (+1,8 Prozent/7,2 Prozent) und Mercedes (+1,0 Prozent/9,1 Prozent) erzielen.

Bei Opel (-7,9 Prozent/4,8 Prozent), Porsche (-17,7 Prozent/1,0 Prozent) und Smart (-62,1 Prozent/0,2 Prozent) zeigte sich das Jahr 2025 hingegen rückläufig. VW wies mit 19,6 Prozent den größten Markenanteil unter den deutschen Herstellern in der Jahresbilanz aus.

Bei den Importmarken fielen die Jahresergebnisse verschieden aus. Mit mindestens sechsstelligen Neuzulassungszahlen konnten die Importmarken Skoda (+10,2 Prozent/7,9 Prozent) und Seat (+6,7 Prozent/5,7 Prozent) das Jahr 2025 positiv abschließen. Skoda erwies sich zudem mit 7,9 Prozent als anteilsstärkste Importmarke in der Jahresbilanz. Auch die Importmarken mit mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen konnten sich in der Jahresbilanz behaupten: BYD (+706,2 Prozent/0,8 Prozent), MG Roewe (+26,2 Prozent/0,9 Prozent), Renault (+9,4 Prozent/2,1 Prozent), Land Rover (+7,3 Prozent/0,5 Prozent), Nissan (+5,4 Prozent/ 1,1 Prozent), Dacia (+3,1 Prozent/2,6 Prozent) und Jeep (+0,6 Prozent/0,4 Prozent).

Rückgänge in diesem Bereich verzeichneten dagegen die Marken Tesla (-48,4 Prozent/0,7 Prozent), Mitsubishi (-29,0 Prozent/0,7 Prozent), Peugeot (-14,6 Prozent/2,0 Prozent), Suzuki (-12,5 Prozent/0,8 Prozent), Kia (-12,0 Prozent/2,1 Prozent), Mazda (-10,0 Prozent/1,4 Prozent), Toyota (-8,3 Prozent/3,1 Prozent), Citroen (-7,9 Prozent/1,7 Prozent), Fiat (-5,8 Prozent/1,9 Prozent), Volvo (-4,7 Prozent/2,1 Prozent) und Hyundai (-2,6 Prozent/3,3 Prozent).

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Mit einem Neuzulassungsanteil von 33,3 Prozent bildeten die SUVs (+11,9 Prozent) das stärkste Segment in der Jahresbilanz, gefolgt von der Kompaktklasse (16,7 Prozent/-9,5 Prozent), den Kleinwagen (11,8 Prozent/+0,1 Prozent) und den Geländewagen (10,9 Prozent/-2,3 Prozent). Die obere Mittelklasse registrierte dagegen mit einem Zuwachs von 37,3 Prozent den größten Zulassungsanstieg in der Jahresbilanz, ihr Anteil betrug 5,4 Prozent, gefolgt von den Utilities mit +15,3 Prozent und einem Anteil von 4,7 Prozent.

Bei den alternativen Antriebsarten fielen die Jahresergebnisse dagegen überwiegend positiv aus. 545.142 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 19,1 Prozent eine Steigerung von 43,2 Prozent auf. 1.127.509 hybridangetriebene Fahrzeuge (+19,0 Prozent) erreichten einen Anteil von 39,5 Prozent, darunter bildeten 311.398 Plug-in-Hybride (+62,3 Prozent) einen Anteil von 10,9 Prozent.

Der Anteil benzinbetriebener Pkw (777.641/-21,6 Prozent) lag mit 27,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau (35,2 Prozent); der Anteil dieselbetriebener Pkw (395.022/-18,3 Prozent) wies in der Jahresbilanz 13,8 Prozent (Vorjahr: 17,2 Prozent) aus. Flüssiggasbetriebene Pkw (12.079/-11,9 Prozent) waren mit einem Anteil von 0,4 Prozent im Jahr 2025 vertreten, drei erdgasangetriebene Pkw (-97,8 Prozent), 49 Fahrzeuge mit Brennstoffzelle (-69,0 Prozent) sowie ein einziger wasserstoffangetriebener Pkw jeweils mit 0,0 Prozent. Die CO2-Emission der Pkw sank 2025 um -11,7 Prozent, im Durchschnitt auf 105,8 g/km (Vorjahr: 119,8 g/km).

Auf dem Nutzfahrzeugmarkt lagen ausschließlich die Kraftomnibusse (+28,0 Prozent) über dem Vorjahresniveau. Die Zugmaschinen insgesamt wiesen einen Rückgang von -17,2 Prozent, darunter Sattelzugmaschinen mit -9,8 Prozent, gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Die Sonstige Kraftfahrzeuge (-8,0 Prozent) und Lastkraftwagen (-6,7 Prozent) schlossen die Jahresbilanz ebenfalls mit einem Minus ab. Insgesamt wurden 390.987 Nutzfahrzeuge neu zugelassen, darunter 30.452 BEV und 6.503 Plug-in-Hybride. Der Anteil der BEV und Plug-in-Hybride bei den Nutzfahrzeugen betrug damit 9,5 Prozent.

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Der Kraftradmarkt hat im Jahr 2025 mit 162.009 Neuzulassungen ein Minus von 35,5 Prozent eingefahren, so das Bundesamt weiter. Insgesamt bescherten 3.410.587 neu zugelassene Kfz der Neuzulassungsbilanz des Jahres 2025 ein Minus von 2,4 Prozent. Aus 256.196 neu zugelassenen Kfz-Anhängern resultierte ein Minus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.600.745 (+1,0 Prozent) umgeschriebenen Kfz und 438.185 Kfz-Anhängern (+3,2 Prozent). Mehr als 6,5 Millionen Pkw (+0,5 Prozent) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 2,9 Millionen neue Fahrzeuge wurden 2025 in Deutschland zugelassen (+1,4 % im Vergleich zu 2024).
  • 545.142 Elektro-Pkw (BEV) mit +43,2 % Anteil von 19,1 %.
  • 162.009 Neuzulassungen im Kraftradmarkt (-35,5 %).

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: deutscher Automarkt
  • Zielgruppe: Käufer von Neuwagen, registrierte 2,9 Millionen Zulassungen in 2025
  • Regionen: Deutschland, mit spezifischen Marken und deren Zulassungszahlen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Erholung des deutschen Automarkts mit 2,9 Millionen Neuzulassungen (+1,4 %)
  • Steigende Beliebtheit privater Neuzulassungen (+5,1 %), insbesondere bei deutschen Marken wie BMW und Ford
  • Positiver Trend bei alternativen Antriebsarten, insbesondere Elektro-Pkw (+43,2 %)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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