Richterbund drängt auf zügigere Digitalisierung der Justiz

7. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Digitalisierung der Justiz in Deutschland

() – Der Deutsche Richterbund hat die Bundesländer aufgefordert, die Digitalisierung der Justiz 2026 deutlich zu beschleunigen. „Noch immer werden Hunderttausende Arbeitsstunden pro Jahr in der Justiz aufgewendet, um Schreiben von Klägern, Beklagten oder Behörden einzuscannen und als PDF-Dokumente in die E-Akte einzupflegen“, sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). In manchen Fällen müssten sogar USB-Sticks per Post oder Boten verschickt werden, weil Videodateien nicht elektronisch eingereicht werden könnten.

Besonders harsch kritisierte der Richterbund das Land -Anhalt, das die Frist zur Einführung der elektronischen Akte verfehlt hat. „ zum Beispiel ist nach fast einem Jahrzehnt Vorbereitungszeit in weiten Teilen der Justiz noch immer eine Digital-Wüste“, sagte Rebehn. Dass der Bund den Ländern zuletzt einen Aufschub bei der verpflichtenden Einführung der E-Akte eingeräumt habe, werfe ein Schlaglicht auf die Versäumnisse der vergangenen Jahre.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte gegenüber dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) an, die Digitalisierung der Justiz vorantreiben zu wollen. „Unser Staat funktioniert derzeit an vielen Stellen nicht so gut wie er sollte – das spüren wir alle in unserem Alltag“, sagte Hubig. Investitionen müssten „spürbare Fortschritte bringen, etwa durch Digitalisierungsprojekte wie die gemeinsame Justizcloud“.

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Für die Digitalisierung fließen in diesem Jahr 50 Millionen Euro an Bundesmitteln in die Länderjustiz. Von 2027 bis 2029 sollen es jährlich 70 Millionen Euro sein.

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Digitalisierung der Justiz soll bis 2026 beschleunigt werden.
  • Bundesländer erhalten 50 Millionen Euro für die Justizdigitalisierung in diesem Jahr, danach 70 Millionen jährlich von 2027 bis 2029.
  • Sachsen-Anhalt hat Frist zur Einführung der elektronischen Akte verfehlt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Bundesländer, insbesondere Sachsen-Anhalt
  • Wie stark: Hunderttausende Arbeitsstunden jährlich, 50 Millionen Euro 2023, 70 Millionen Euro jährlich von 2027 bis 2029
  • Fristen: Einführung der E-Akte bis 2026, Verfehlung durch Sachsen-Anhalt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Digitalisierung der Justiz ist langsam und ineffizient, was zu Hunderttausenden Arbeitsstunden führt
  • Verfehlen von Fristen zur Einführung der elektronischen Akte, insbesondere in Sachsen-Anhalt
  • Staatliche Investitionen sind erforderlich, um spürbare Fortschritte bei Digitalisierungsprojekten zu erzielen
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