Beschuldigte in Düsseldorfer Antifa-Prozess verteidigen Gewalt

11. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Großprozess gegen Linksradikale in Düsseldorf

() – Vor dem Beginn eines Großprozesses gegen sechs junge Linksradikale vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verteidigen einige Angeklagte in einer Erklärung den Einsatz von Gewalt.

„Auch wenn gewaltvoller Widerstand gegen Nazis heute von vielen moralisch abgelehnt wird, kann seine historische Bedeutung nicht geleugnet werden“, zitiert die „Wochentaz“ aus einer Erklärung. Heute sei man wieder an einem Punkt, wo sich alle Demokraten fragen müssten, „bis zu welchem Punkt man das staatliche Gewaltmonopol schwerer gewichtet als die Notwendigkeit, Faschismus zu bekämpfen“.

Der Prozess gegen die fünf Frauen und einen Mann aus , und , 23 bis 25 Jahre alt, beginnt am Dienstag. Ihnen wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest am Rande eines rechtsextremen Aufmarschs fünf schwere Angriffe auf vermeintliche Teilnehmer verübt zu haben. Zudem soll eine Beschuldigte auch an einem Angriff auf zwei Rechtsextreme in im Januar 2023 und an einem Überfall auf ein Erfurter Geschäft einer bei Rechtsextremen beliebten Modemarke im April 2022 beteiligt gewesen sein.

Die Bundesanwaltschaft sieht die Beschuldigten als Teil einer kriminellen Vereinigung und stuft drei der Angriffe als versuchten Mord ein. Im Prozess sind Verhandlungstermine bis ins Jahr 2027 angesetzt.

Die Erklärung der Angeklagten vor Prozessbeginn wurde im Namen „einiger“ der von der Bundesanwaltschaft „Verfolgter“ verfasst – von welchen Beschuldigten genau, bleibt offen. In dem Statement heißt es laut „Wochentaz“ weiter: „Nur durch die Überzeugung, aber auch die Gegengewalt all der Menschen, die Widerstand gegen den Faschismus geleistet haben, konnte der Faschismus historisch besiegt werden.“ Zu Recht würden daran heute Denkmäler erinnern. Und es gelte weiter: „Wenn der Faschismus einmal an der Macht ist, dann wird er sich nicht durch Diskussionen wieder davon abbringen lassen.“ Heute, im Jahr 2025, stelle sich allen Menschen, die sich als Antifaschisten begreifen, „ganz konkret die Frage, wie sie dem Wiedererstarken des Faschismus begegnen wollen“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justicia (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Prozessbeginn gegen sechs junge Linksradikale wegen möglicher Gewaltakte.
  • Angeklagte rechtfertigen Gewalt im Kontext des antifaschistischen Widerstands.
  • Verhandlungstermine bis ins Jahr 2027 geplant.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Angeklagte: sechs junge Linksradikale, 23 bis 25 Jahre alt, aus Thüringen, Sachsen und Hamburg
  • Region: Düsseldorf, Budapest, Erfurt
  • Prozessbeginn: Dienstag; Verhandlungstermine bis ins Jahr 2027

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Verteidigung des gewaltvollen Widerstands gegen rechtsextreme Ideologien
  • Aktuelle Bedrohung durch Faschismus und Notwendigkeit, solche Bewegungen zu bekämpfen
  • Angeklagte sehen sich als Teil einer kriminellen Vereinigung aufgrund ihrer Aktionen gegen Rechtsextreme

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Der Prozess gegen sechs junge Linksradikale beginnt am Dienstag.
  • Die Bundesanwaltschaft stuft die Beschuldigten als Teil einer kriminellen Vereinigung ein.
  • Verhandlungstermine sind bis ins Jahr 2027 angesetzt.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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