EU bereit für neue Sanktionen gegen Teheran

11. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Internationale Politik: EU-Sanktionen gegen Iran

Brüssel () – Angesichts der Eskalation im zeigt sich die EU bereit, neue Sanktionen gegen das Regime in Teheran zu verhängen.

EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas sagte der „Welt“: „Die EU hat bereits weitreichende Sanktionen gegen den Iran verhängt – und zwar gegen diejenigen, die für Menschenrechtsverletzungen, die Ausweitung des Atomprogramms und für Teherans Unterstützung von Russlands Krieg in der verantwortlich sind. Und ich bin bereit, zusätzliche Sanktionen als Antwort auf die brutale Unterdrückung von Demonstranten vorzuschlagen.“

Die ehemalige Regierungschefin von sagte weiter, im Iran würden die größten Demonstrationen seit Jahren stattfinden. „Die Bürger kämpfen um eine selbstbestimmte Zukunft und riskieren alles, um gehört zu werden. Das Regime hat eine lange Geschichte darin, Proteste zu ersticken, und wir sehen eine brutale Reaktion der Sicherheitskräfte.“ Gewalt gegen friedliche Demonstranten sei „inakzeptabel“, sagte Kallas weiter.

Vor dem Hintergrund der vom US-Präsidenten Donald Trump vorgebrachten Gebietsansprüche auf Grönland bringt Kallas ein Engagement der Nato in der Arktis-Region ins Spiel. „Grönland gehört seinen Bürgern. Wenn es Sorgen gibt über die Sicherheit der Insel, ist die Nato gut geeignet diese Sorgen auszuräumen“, sagte Kallas der „Welt“. Trump hatte zuvor den Anspruch der USA auf Grönland mit der Abwehr von Russland und begründet. Kallas sagte weiter: „Grönland ist strategisch wichtig. Es gibt in der Nähe der Insel Unterwasserkabel und unter dem Eis Grönlands liegen Seltene Erden“. Die USA, und Grönland werden laut Kallas jetzt Gespräche über das weitere Vorgehen führen. US-Außenminister Marco Rubio hat unterdessen für diese Woche ein Treffen mit Vertretern Dänemarks angekündigt.

Siehe auch:  Neue EU-Sanktionen gegen den Iran beschlossen

Nach Ansicht der EU-Chefdiplomatin kann der Krieg in der Ukraine trotz der laufenden Friedensbemühungen noch lange andauern. Es benötige zwei Seiten, die Frieden wollten, aber nur eine Seite, um Krieg zu führen, so Kallas in der „Welt“. „Immer wieder hat Russland gezeigt, dass man mehr Krieg will. Die bittere Realität ist, dass der Krieg sich noch lange hinziehen kann. Wir müssen damit fortfahren, Druck auf Moskau auszuüben, wozu auch noch mehr Sanktionen gegen den russischen Energie-und Bankensektor und gegen die Schattenflotte gehören, sodass sie auch Frieden will.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anti-Iran-Protest (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EU bereitet zusätzliche Sanktionen gegen Iran vor.
  • Sanktionen zielen auf Menschenrechtsverletzungen und Unterstützung Russlands ab.
  • Kaja Kallas äußert sich zu Sicherheitsfragen bezüglich Grönland und der Rolle der NATO.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Demonstranten im Iran und das iranische Regime.
  • Starke Eskalation der Proteste, größte Demonstrationen seit Jahren.
  • Zusätzliche Sanktionen werden vorgeschlagen, als Reaktion auf Menschenrechtsverletzungen.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Eskalation im Iran und brutale Unterdrückung von Demonstranten
  • Gewalt gegen friedliche Protestierende und Menschenrechtsverletzungen
  • Teherans Unterstützung von Russlands Krieg in der Ukraine und Ausweitung des Atomprogramms

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • EU plant zusätzliche Sanktionen gegen Iran wegen Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung von Demonstranten.
  • EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas äußert Unterstützung für die Protestierenden im Iran.
  • Gewalt gegen friedliche Demonstranten wird als inakzeptabel bezeichnet.

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