Roloff verteidigt Rüstungsdeals mit Indien
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Politik und Diplomatie: Deutschland und Indien
Berlin () – Zum Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Indien verteidigt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, den Kurs der Bundesregierung trotz Indiens Beziehungen zu Russland.
„Es ist vor allem das Signal, dass der Bundeskanzler da hinfliegt“, sagte Roloff im Berlin Playbook Podcast von POLITICO. Auch ein kurzer Besuch sei „sicher ein Schritt in die richtige Richtung“.
Dass Merz nicht nach China, sondern nach Indien reist, sei ein bewusstes wirtschafts- und geopolitisches Signal. „Man sollte die steigende Relevanz von Indien gar nicht unterschätzen“, sagte Roloff mit Blick auf Marktgröße und Wachstum. Ziel sei es, „die Abhängigkeit von China vielleicht ein bisschen zu reduzieren“. Zugleich räumte er ein: „Bei den BRICS-Staaten ist es mit der Demokratie nicht so weit her“, auch wenn man bei Indien „noch einigermaßen zufrieden sein“ könne.
Indiens Russland-Beziehungen sieht Roloff als klare Grenze deutscher Einflussnahme. Deutschland könne nicht neue Partnerschaften aufbauen und zugleich verlangen, „dass ihr den Draht nach Russland kappt“. Das gelte auch für Rüstungsexporte. „Wenn wir sagen, wir wollen unsere U-Boote verkaufen, aber nur, wenn ihr euch von Russland lossagt, ist das nicht die Art, wie Diplomatie funktioniert“, sagte er.
Stattdessen setzt Roloff auf einen schrittweisen Ansatz. „Man kann das thematisieren als deutscher Bundeskanzler, aber wir können keinen Cut erzwingen“, sagte er. Einfluss entstehe nur „Schritt für Schritt“ – auch wenn das politische Spannungen mit sich bringe.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Indisches Parlament (Archiv) |
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