Studie zur Verfolgung von Sinti und Roma in Schleswig-Holstein vorgestellt
Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Aufarbeitung in Schleswig-Holstein
Kiel () – Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zur Geschichte der Sinti und Roma im Land vorgestellt. Das teilte Landtagspräsidentin Kristina Herbst am Dienstag in Kiel mit.
Die Studie wurde von der Europa-Universität Flensburg erstellt und beleuchtet insbesondere die Verfolgung während der NS-Zeit und deren Nachwirkungen.
Studienleiter Marc Buggeln sagte, dass von etwa 500 in Schleswig-Holstein lebenden Sinti und Roma mehr als die Hälfte im Mai 1940 ins besetzte Polen deportiert worden seien, wo etwa ein Drittel bis die Hälfte umkam. Als Haupttäter identifizierte die Studie Polizeibeamte.
Für die Nachkriegszeit zeige die Untersuchung, dass Entschädigungsanträge häufiger und erfolgreicher gestellt wurden als bisher angenommen, die Betroffenen aber oft lange kämpfen mussten und nur geringe Summen erhielten.
Die Studie wurde von einem parteiübergreifenden Beirat des Landtags begleitet, dem unter anderem die Abgeordneten Birte Pauls (SPD), Uta Wenzel (CDU), Eka von Kalben (Grüne), Heiner Garg (FDP) und Jette Waldinger-Thiering (SSW) angehörten. Herbst dankte dem Forschungsteam für das ‚wegweisende Werk‘, das eine wichtige Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit diesem Teil der Landesgeschichte biete.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Landtag von Schleswig-Holstein in Kiel (Archiv) |
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- Mehr als die Hälfte der in Schleswig-Holstein lebenden Sinti und Roma wurde im Mai 1940 nach Polen deportiert.
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- Entschädigungsanträge in der Nachkriegszeit wurden häufiger und erfolgreicher gestellt als bisher angenommen, jedoch meist für geringe Summen.
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- Deportation von mehr als der Hälfte der 500 in Schleswig-Holstein lebenden Sinti und Roma
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- Vorstellung der Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zur Geschichte der Sinti und Roma im Land
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