München bleibt Deutschlands teuerste Stadt

14. November 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Lebenshaltungskosten in deutschen Städten

() – ist weiterhin Deutschlands teuerste Stadt. Das ergab eine Analyse des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, über die der „Spiegel“ berichtet.

Die Forscher verglichen die Wohn- und Lebenshaltungskosten – darunter Mieten, Strom, Gas und Lebensmittel – in allen 400 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands. In den sieben Metropolen , Düsseldorf, , Hamburg, Köln, München und lagen die Kosten im Mittel rund elf Prozent über dem Bundesschnitt.

In München werden fast 24 Prozent mehr für das Leben fällig. Auch das Umland der bayerischen Landeshauptstadt ist teuer. Kostspielig ist der Alltag dem Preisindex zufolge auch in Freiburg (plus 13,4 Prozent) oder Heidelberg (plus 10 Prozent). In Worms dagegen (plus 0,02 Prozent) liegen die Lebenshaltungskosten am nächsten am deutschen Durchschnitt.

Die Preisunterschiede lassen sich vor allem auf das Wohnen zurückführen. In den sieben Metropolen lagen die Mieten im Schnitt fast 50 Prozent über Bundesniveau. „Gelingt es den Kommunen, den Wohnungsbau zu forcieren, können sie das Leben in ihren Städten insgesamt bezahlbarer gestalten“, sagte IW-Forscher Ralph Henger.

Im Vogtland, in Görlitz sowie in weiteren ostdeutschen Stadt- und Landkreisen herrschen niedrigere Preisniveaus. Hier lebt es sich rund zehn Prozent günstiger als im Durchschnitt. Das gilt aber beispielsweise auch für die niedersächsischen Landkreise Lüchow-Dannenberg, Holzminden oder Northeim.

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Wo viele Menschen wegzögen, fielen auch die Mieten, erklären die Autoren des Berichts. Auf dem Land sei es günstiger. Es gibt allerdings auch industrielle Hochburgen wie Wolfsburg, in denen das Leben noch unterdurchschnittlich viel kostet. In der Volkswagen-Stadt liegen auch die mittleren Einkommen in den Top Ten der Stadt- und Landkreise. Betrachtet man nur die Finanzen, zählt Wolfsburg damit zu den attraktivsten Wohnorten des Landes. Insgesamt sorgen überdurchschnittliche Einkommen in Kombination mit einer starken Nachfrage für hohe Preise in den Großstädten.

Die Inflation der vergangenen Jahre hat den Forschern zufolge am Stadt-Land-Gefälle fast nichts verändert. Unter den Preissteigerungen litten die Regionen gleichermaßen. Der Index der regionalen Preisunterschiede basiert auf einer Datenanalyse frei zugänglicher Internetseiten, darunter jene des Handelskonzerns Rewe und des Vergleichsportals Verivox.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Neues Rathaus München (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • München ist Deutschlands teuerste Stadt mit fast 24% über dem Bundesschnitt an Lebenshaltungskosten.
  • Mieten in sieben Metropolen liegen im Schnitt fast 50% über dem Bundesniveau.
  • Ostdeutsche Regionen wie das Vogtland und Görlitz weisen niedrigere Preisniveaus auf, rund 10% günstiger als der Durchschnitt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • München, teuerste Stadt Deutschlands, Lebenshaltungskosten fast 24% über Durchschnitt
  • Umland von München sowie Freiburg (plus 13,4%) und Heidelberg (plus 10%) ebenfalls teuer
  • Ostdeutsche Regionen (z.B. Vogtland, Görlitz) und bestimmte niedersächsische Landkreise leben rund 10% günstiger

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • München hat die höchsten Wohn- und Lebenshaltungskosten in Deutschland.
  • Mieten in den Metropolen liegen fast 50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
  • Hohe Einkommen und starke Nachfrage in Großstädten treiben die Preise in urbanen Gebieten.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kommunen sollen den Wohnungsbau forcieren, um Lebenshaltungskosten zu senken.
  • Forscher empfehlen Maßnahmen zur Verbesserung der Bezahlbarkeit des Lebens in Städten.
  • Vergleich der Lebenshaltungskosten in verschiedenen Regionen zur Identifikation von Preisunterschieden.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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